Aargauische Kantonalbank
Kein Geld für neue Atomkraftwerke und Kredite nur an nachhaltige Unternehmen: Die neue AKB-Strategie erntet Lob und Kritik

Die Aargauische Kantonalbank vergibt künftig keine Kredite mehr an Unternehmen, die neue Atomkraftwerke bauen oder fossile Rohstoffe fördern wollen. Zudem schränkt die AKB die Kreditvergabe für Casinos, Spirituosenhandel, Tabakprodukte und weitere Branchen ein. In der Politik kommen die neuen Kriterien sehr unterschiedlich an.

Fabian Hägler 11 Kommentare
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Dieter Widmer, Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank – hier an der Vernissage der Ausstellung «Aufgeblüht» auf Schloss Wildegg im Sommer 2021 – will die AKB auf Nachhaltigkeit trimmen.

Dieter Widmer, Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank – hier an der Vernissage der Ausstellung «Aufgeblüht» auf Schloss Wildegg im Sommer 2021 – will die AKB auf Nachhaltigkeit trimmen.

Alex Spichale / AGR

Seit mehreren Wochen läuft die Diskussion über neue Atomkraftwerke heiss: Zuerst kündigte die EU-Kommission an, AKW der neuesten Generation als nachhaltig einzustufen. Damit sollen die Grundlagen geschaffen werden, damit Investitionen in diese Technologie attraktiver werden. Dann verabschiedeten die FDP Aargau und die Präsidentenkonferenz der FDP Schweiz zwei Papiere, die eine Aufhebung des Neubauverbots für Atomkraftwerke fordern. Auch im Papier der Aargauer Freisinnigen werden Rahmenbedingungen verlangt, damit die Wirtschaftlichkeit der Atomenergie zurückgewonnen werden kann.