Festtage im Aargau
Aargauerin verschenkt Glück: «Wenn ein paar Kinder an Weihnachten strahlen, bin ich zufrieden»

Nach dem Tode ihrer Tochter Ilona (†16) wollte die Aargauerin Rita Kalt Gutes tun – nun vermittelt sie Kindern aus armen Verhältnissen ein Christkind. Sie will deren Augen strahlen sehen – auch im Namen von Ilona.

Jürg Krebs
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Rita Kalt will Glück schenken – an Kinder aus armen Verhältnissen. (Symbolbild)

Rita Kalt will Glück schenken – an Kinder aus armen Verhältnissen. (Symbolbild)

Keystone

Rita Kalt hat es nicht einfach gehabt im Leben – mehrere Krebserkrankungen plagten sie. Und dann war da noch der Tod ihrer Tochter Ilona (†16). Auch sie war an Krebs erkrankt. «Sie hat jede Weihnachten riesige Freude an Geschenken gehabt», erzählt Rita Kalt am Telefon.

Rita Kalt wohnt in Leuggern, ist verheiratet und Mutter von drei weiteren Kindern.

Tochter Illona hatte so grosse Freude an der Bescherung, dass Rita Kalt das Glück weiterschenken will. Sie hat deshalb die Aktion «Weihnachten für Kinder» ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Kinder in der Schweiz aus armen Verhältnissen werden von jenen beschenkt, denen es besser geht.

Die Aktion funktioniert so: Wenig begüterte Mütter können sich auf der Facebook-Seite von Rita Kalt melden, wenn sie sich kein Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder leisten können. Auf dieser Seite können sich auch Personen melden, die Kinder gerne beschenken möchten und damit Christkindli spielen wollen. Rita Kalt vermittelt.

Rita Kalt vermittelt Christkindli.

Rita Kalt vermittelt Christkindli.

facebook.com

Letzte Weihnachten konnten 48 Kinder beschenkt werden, so Kalt. Bis heute Dienstag haben sich bereits 38 Mütter für ihre Kinder gemeldet. Noch stehen weitere Christkindlis zur Verfügung, um Kinderaugen zum leuchten zu bringen. Laut Kalt ist es den Schenkenden und den Beschenkten überlassen, ob sie sich persönlich treffen wollten oder ob das Geschenk per Post gesendet wird.

Kalt ist es ein Anliegen, dass wirklich nur arme Kinder von der Aktion profitieren. Sie prüft deshalb die Anfragen. Sie garantiert aber auch: «Was uns die Leute mitteilen, bleibt geheim. Wir sind diskret.» Ihr Antrieb ist vor allem einer: «Ich möchte Gutes tun.»

Anmelden kann man sich bis zum 10. Dezember. Danach wird die Facebook-Gruppe geschlossen. Was in ihr gepostet wird – zum Beispiel Fotos der Überraschung – das sehen nur die zugelassenen Mitglieder. Die Geschenke müssen weder teuer noch gross sein, sollten aber den Wert von 20 Franken doch übersteigen.

Für Kalt ist wichtig: «Wenn ein paar Kinder an Weihnachten strahlen, bin ich zufrieden.»