Obergericht

Aargauerin stirbt wegen falschem Medikament: Geldstrafe und Busse für Apothekerin, Freispruch für Arzt

Dem Arzt waren die Allergien der Frau nicht bekannt.

Dem Arzt waren die Allergien der Frau nicht bekannt.

Weil sie ein falsches Medikament verschrieben bekam, musste eine 54-jährige Mutter sterben. Jetzt wurde das Urteil gesprochen.

Ein Arzt und eine Apothekerin mussten sich am Montag vor Obergericht verantworten, weil eine Patientin nach der Einnahme auf ein Antibiotikum allergisch reagierte und starb. Einen Tag nach dem Prozess sind nun die Urteile bekannt. Der beschuldigte Arzt, welcher der Frau das Medikament gegen Bronchitis verschrieben hatte, wird vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

Die Apothekerin dagegen erkennt das Obergericht betreffend der fahrlässigen Tötung schuldig. Sie hatte der Patientin das fatale Medikament ausgehändigt, obwohl im Computersystem die Allergien der Stammkundin festgehalten waren.

Die Apothekerin wird zu einer bedingten Geldstrafe von 250 Tagessätzen sowie einer Verbindungsbusse von 3000 Franken verurteilt. Weiter wurde die Beschuldigte verpflichtet, den beiden Privatklägern eine Genugtuung von 20'000 Franken beziehungsweise 15'000 Franken inklusive Zins zu zahlen. Das Obergericht folgte mit seinem Urteil damit grundsätzlich dem Bezirksgericht. Die Urteilsbegründung steht noch aus. (az)

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