Auszeichnung

Aargauerin gewinnt Rotkreuzpreis – für ihr Engagement in Westafrika

Margrit Dieterle ist die Initiantin von "Source de vie".

Margrit Dieterle ist die Initiantin von "Source de vie".

Margit Dieterles soziales Engagement in Westafrika wird mit 30'000 Franken ausgezeichnet.

An der Rotkreuzversammlung in St. Gallen wurde am Samstag zum 8. Mal der Rotkreuzpreis für humanitäre Leistungen besonderer Qualität verliehen. Die mit CHF 30'000 dotierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an den Verein «Source de vie».

Die 78-jährige Aargauerin Margrit Dieterle aus Oberentfelden gründete den Verein im Jahr 2010 mit dem Ziel, ein Ausbildungszentrum für handwerkliche Berufe in Gbéhoué, Westafrika, zu errichten, um die Arbeitschancen junger Erwachsener im eigenen Land zu verbessern. Heute beschäftigt der Verein vor Ort ein Team von 16 Personen. Dieses koordiniert neben dem Bildungszentrum für Schneiderinnen, Coiffeusen und Handweberinnen unter anderem auch ein Projekt für sauberes Trinkwasser und einen kleinen Transportservice und unterstützt ein Frauenkollektiv im Anbau und Verkauf von Gemüse. Margrit Dieterle hat es mit Hilfe der lokalen Bevölkerung geschafft, jungen Menschen in Benin eine Zukunftsperspektive zu geben.

Daniel Biedermann, Jury-Präsident und Mitglied des Rotkreuzrats sagt zur Wahl: «’Source de vie’ beeindruckte uns insbesondere durch sein grosses Freiwilligen-Engagement und die aussergewöhnliche Initiative einer Einzelperson.»

Der Rotkreuzpreis wird alle zwei Jahre verliehen und zeichnet Personen oder Organisationen für humanitäre Leistungen von besonderer Qualität aus. Er bezweckt, wenn möglich zur Vertiefung oder Ausweitung dieser Leistung beizutragen. Die durch den SRK-Preis ausgezeichnete Leistung soll sich an den Grundsätzen der Menschlichkeit, der Unparteilichkeit, der Neutralität und der Freiwilligkeit orientieren. (az)

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