Jahrelang hatte ein Aargauer mit seiner damaligen Frau um das Sorgerecht der gemeinsamen Tochter gestritten und verloren. Derselbe Mann wendete sich dabei auch an die Medien. Zudem machte er sich um die Rechte der Kinder stark.

Doch ausgerechnet dieser Mann stand nun wegen Kinderpornografie vor dem Bezirksgericht Zofingen, wie Tele M1 berichtet.

Er musste sich unter anderem wegen des Downloads und dem Verbreiten von kinderpornografischem Material vor Gericht verantworten.

2011 war die dänische Polizei bei internationalen Ermittlungen auf die IP-Adresse seines Computers gestossen. Nicht weniger als 30 kinderpornografische Dateien fanden die Ermittler bei ihm.

Vor Gericht  sagte der Beschuldigte dagegen, er habe keine kinderpornografischen Dateien auf seinen PC runtergeladen. Er müsse gehackt worden sein.

Allerdings verstrickte er sich während der Befragung immer wieder in Widersprüche, wie Tele M1 berichtet. Selbst begründete er diese damit, dass die ganze Angelegenheit schon vier Jahre her sei und er sich nicht mehr an jedes Detail erinnern könne.

Das Bezirksgericht Zofingen sprach ihn allerdings schuldig. Es verurteilte ihn wegen der Kinderpornografie-Anklagepunkte, Betrug und Urkundenfälschung zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten. Zu seinen Ungunsten bewertete es die Tatsache, dass er zweimal wegen des Downloads von kinderpornografischem Materials verurteilt wurde und damit vorbestraft ist.

Das Gericht verfügte ausserdem, dass er per sofort in Sicherheitshaft kommt – wegen Fluchtgefahr. (pz)