Am 3. Januar zog der Sturm Burglind über die Schweiz. Am 17. Januar folgte «Evi» und darauf noch «Friedericke». Inzwischen waren die Routenbetreuer der Aargauer Wanderwege unterwegs und haben sich ein Bild der Schäden am Wanderwegnetz gemacht.

Gemäss einer Mitteilung wurden bereits erste kleinere Räumungsarbeiten vorgenommen. «Insgesamt wurden 164 Stellen gemeldet, die von den Auswirkungen der Stürme betroffen sind und grösserer Instandstellungen bedürfen», teilt Horst Sager, Geschäftsleiter des Vereins Aargauer Wanderwege, mit.

Eindrücklich: Förster fällen im Seenger Wald eine umgestürzte Tanne.

Eindrücklich: Förster fällen im Seenger Wald eine umgestürzte Tanne.

(24.1.2018)

Die Schäden seien analysiert und würden nun schrittweise abgearbeitet. «Bei vielen Schäden ist der Werkmeister der Aargauer Wanderwege daran, die Wege frei zu machen, sie wo nötig auszubessern und begehbar zu machen.»

Sturmschäden im Aargau nach «Burglind»: 

Ausserdem richte er beschädigte Wegweiser und stelle neue Pfosten auf. Weiter sind gemäss Sager die Forstbetriebe daran, Waldwege frei zu räumen und das Fallholz weiter zu verarbeiten und abzutransportieren.

Er weist darauf hin, dass es nach wie vor sehr viele umgefallene Bäume in den Wäldern gebe. Zudem seien viele Bäume nicht ganz herunter gefallen, sondern in anderen Bäumen hängen geblieben. Diese könnten bei geringsten Einflüssen ganz zu Boden fallen.

«Das bedeutet: Es gibt immer noch sehr viele Gefahrenstellen in den Wäldern!», warnt der Geschäftsleiter. Weil auch die Aufräumarbeiten noch auf Hochtouren laufen, empfiehlt der Verein, «die Wanderwege im Wald zu meiden oder nur mit grosser Vorsicht zu benutzen». Es könne momentan nicht davon ausgegangen werden, dass die Wanderwege überall gefahrlos begangen werden könnten.

Eins zu Null für die Waldhütte Laänzert in Niederlenz.

Eins zu Null für die Waldhütte Laänzert in Niederlenz.

Das Dach hielt nicht nur dem umgestürzten Baum Stand, es liess den Baumstaum sogar brechen. (9.1.2018)

Sperrungen und Umleitungen

Bei einigen Wegabschnitten sind die Beeinträchtigungen so gross, dass die Wege gesperrt oder lokale Umleitungen errichtet wurden. Zurzeit sind die Wanderwege Muhen-Rütihof und Teufenthal-Wannenhof gesperrt.

In Egliswil im Häbni, in Kölliken beim Grenzweglein im Pfaffentann, in Muhen westlich des Rütihofs und in Rüfenach/Villigen am Nordhang des Geissberges wurden lokale Umleitungen eingerichtet. Weiter ist der Rheinuferweg zwischen Laufenburg und Sisseln wegen vieler umgestürzter Bäume nur äusserst schwer begehbar.

Die Aufräumarbeiten in den Wäldern werden laut Horst Sager noch einige Zeit in Anspruch nehmen. «An den meisten Orten sollte bis Anfang Sommer aber eine Räumung der Wanderwege möglich sein», kündigt er an. (az/fh)