Kolumne

Aargauer Wahlen 2019: Karin Bertschi und die verwahrlosten Wahlplakate

«Bei allem Verständnis für die Kandidierenden, sich optimal vermarkten zu wollen: Bei uns in der Region nimmt das Ausmass der ziemlich verwahrlosten Wahlwerbungsplakate zu», schreibt sie zu einem Foto, das Plakate in schlechtem Zustand kurz vor dem Möbel Pfister in Suhr zeigt.

«Bei allem Verständnis für die Kandidierenden, sich optimal vermarkten zu wollen: Bei uns in der Region nimmt das Ausmass der ziemlich verwahrlosten Wahlwerbungsplakate zu», schreibt sie zu einem Foto, das Plakate in schlechtem Zustand kurz vor dem Möbel Pfister in Suhr zeigt.

Einst galt sie als Shootingstar der SVP und aussichtsreiche Nationalratskandidatin: Karin Bertschi, die junge Recycling-Unternehmerin aus Leimbach. Inzwischen hat die 29-Jährige aber ihren Rücktritt aus dem Grossen Rat bekannt gegeben, eine Kandidatur für einen Parlamentssitz in Bundesbern ist damit kein Thema mehr.

Mit den anstehenden Wahlen im Aargau beschäftigt sich Karin Bertschi aber durchaus. Das zeigt ein Beitrag auf Facebook, in dem sich Bertschi zu Wahlplakaten äussert. «Bei allem Verständnis für die Kandidierenden, sich optimal vermarkten zu wollen: Bei uns in der Region nimmt das Ausmass der ziemlich verwahrlosten Wahlwerbungsplakate zu», schreibt sie zu einem Foto, das Plakate in schlechtem Zustand kurz vor dem Möbel Pfister in Suhr zeigt.

Bertschi schreibt, langsam empfinde sie diesen «Kandelaber-Werbungs-Dschungel» als störend. «Überall hat es Plakate, die schon halbwegs am Boden liegen, vom Winde verweht, heruntergerissen, kaputt», stellt sie fest. «Grundsätzlich würde mich diese Werbung nicht stören – doch leider verlieren scheinbar diverse Kandidaten jegliches Mass an Fingerspitzengefühl bei der Masse ihrer Schilder», kritisiert Bertschi weiter.

Dass Plakate in grosser Zahl für die Kandidierenden schwieriger zu unterhalten und instand zu setzen sind, ist für Karin Bertschi nachvollziehbar. Trotzdem äussert sie einen Wunsch für die nächsten Wahlen, die im Aargau bereits in einem Jahr anstehen: «Nur so viele Plakate aufstellen, dass man zu ihnen schauen kann.»

Wir hätten da noch eine andere Idee: Bertschi könnte dann in ihren Recycling-Paradiesen, die es inzwischen in Reinach, Muri, Hunzenschwil und Spreitenbach gibt, einen Plakatservice anbieten. Kandidierende und Parteien könnten ihre kaputten Plakate fachgerecht entsorgen – oder Bertschi gleich den Auftrag erteilen, dies für sie zu übernehmen. (fh)

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