Oberhof
Aargauer Volksinitiative gegen Windkraft ist offiziell gescheitert

Die kantonale Volksinitiative "Windkraftmoratorium Aargau", deren Unterschriften laut dem Initiativkomitee gestohlen wurden, ist nicht zustande gekommen. Die gesetzliche Sammelfrist ist abgelaufen.

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Windkraft ist umstritten

Windkraft ist umstritten

Keystone

Sie sollen von Unbekannten gestohlen worden sein, die Unterschriften für die kantonale Volksinitiative «Windkraftmoratorium Aargau».

Nun teilt die Staatskanzlei am Freitag mit, dass die Initiative defintiv nicht zustande gekommen ist. So sei innert der gesetzlichen Sammelfrist von zwölf Monaten nicht eingereicht worden.

Das teilte die Staatskanzlei am Freitag im "Amtsblatt des Kantons Aargau" mit. Das fünf Mitglieder zählende Initiativkomitee hatte das Begehren am Freitag letzter Woche bei der Staatskanzlei einreichen wollen.

Die Unterschriftenbögen wurden jedoch in der Nacht zuvor aus dem Büro eines Wohnhauses in Oberhof gestohlen.

Das Komitee bezeichnete die Tat als "Niedergang des politischen Respekts". Die Umstände des Diebstahls sind noch nicht geklärt. Es läuft eine Untersuchung gegen Unbekannt.

Das Komitee überlegt sich nach eigenen Angaben, ob eine gleichlautende kantonale Volksinitiative erneut lanciert werden soll. Man sei zwar etwas müde von der Arbeit, aber man wolle nicht aufgeben, hiess es.

Ziel der Initiative "Windkraftmoratorium Aargau" war es, den Bau von Windkrafträdern im Kanton faktisch zu verunmöglichen.

Konkret wollte die Initiative in der Verfassung verankern, dass der Kanton keine Standorte für den Betrieb von Windkraftanlagen in den Richtplan aufnehmen soll, solange Kernkraftwerke in Betrieb sind. (sda)

Die Tele-M1-Berichterstattung zum Diebstahl der Unterschriften: