Alkoholkonsum

Aargauer Taxifahrer klagen: Immer mehr betrunkene junge Frauen

Taxifahrer müssen vermehrt mit alkoholisierten Jugendlichen kämpfen. (Symbolbild)

Taxifahrer müssen vermehrt mit alkoholisierten Jugendlichen kämpfen. (Symbolbild)

Taxifahrer haben vermehrt mit sturzbetrunkenen Jugendlichen zu tun. Teilweise werden diese von ihren Freunden einfach am Strassenrand deponiert und dem Taxifahrer zur Weiterbetreuung überlassen.

Nicht nur Ambulanzen, auch Taxifahrer kämpfen vermehrt mit betrunkenen Jugendlichen, die sie nach Hause fahren sollten. «Wir haben immer mehr solche Fälle, vor allem während der Fasnacht oder bei grösseren Festen», sagt Kurt Stutz von der Bahnhoftaxi Stutz AG aus Wohlen. «In den letzten 20 Jahren hat vor allem der Anteil stark betrunkener Frauen zugenommen - diese sind wirklich noch schlimmer als die Männer.»

Dass Jugendliche ihre alkoholisierten Freunde einfach am Strassenrand liegen lassen, sei ebenfalls „nicht aussergewöhnlich". Seine Fahrer liessen jedoch niemanden im Stich: «Wir fahren praktisch jeden nach Hause - ausser, sein Zustand lässt es wirklich nicht zu, dann rufen wir die Ambulanz.» Leider würde es immer wieder vorkommen, dass betrunkene Jugendliche nicht zahlen wollen oder können. Bei längeren Fahrten verlangt Stutz darum eine Vorauszahlung.

Bisher hat nur ein Gast im Taxi erbrochen

„Man kann nicht sagen, dass die Zahl betrunkener Jugendlicher stark zugenommen hat", meint Roland Wunderli, Geschäftsleiter der Badener Taxi AG. «Es ist dem Taxichauffeur selber überlassen, ob er einen wirklich sehr stark betrunkenen Fahrgast mitnehmen will oder nicht», sagt Wunderli und verweist auf Randalierer und die Gefahr, dass solche Fahrgäste den Innenraum beschmutzen könnten.

Den Innenraum beschmutzen - damit war Kurt Stutz noch kaum konfrontiert: «Wenn wir merken, dass ein Betrunkener bald erbrechen muss, dann machen wir halt einfach das Fenster runter und er hält den Kopf raus. Das klappt prima. In den 20 Jahren, in der ich Nachtschicht gefahren bin, hat mir nur ein Fahrgast ins Auto erbrochen - und das war ein krankes Kind.»

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