Reaktion der Ex-Partei
Aargauer SVP-Präsident zum Roth-Rücktritt: «Wir wurden völlig überrascht»

Vor zwei Monaten, als Franziska Roth aus der SVP austrat, sparte die Volkspartei nicht mit Kritik an der Regierungsrätin. Heute, nach dem Roth-Rücktritt, gibt sich SVP-Kantonalpräsident Thomas Burgherr bedeckt: Die Parteileitung müsse die Situation zuerst analysieren.

Fabian Hägler
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Franziska Roth und Thomas Burgherr.

Franziska Roth und Thomas Burgherr.

zvg/Severin Bigler, Montage: mwa

"Wir wurden durch die Mitteilung von Franziska Roth über ihren Rücktritt völlig überrascht", sagt Thomas Burgherr, Präsident der SVP Aargau, als die AZ ihn am Telefon erreicht. Die ehemalige Partei der Regierungsrätin, aus der Roth am 22. April austrat, ist auf die neue Situation nicht vorbereitet.

"Wir müssen das nun zuerst in der Parteileitung diskutieren und dann entscheiden, welche Konsequenzen der Rücktritt von Frau Roth hat", sagt Burgherr. Am Mittwoch werde die SVP Aargau sich definitiv nicht zum weiteren Vorgehen äussern, hält der Kantonalpräsident fest.

SVP-Kandidatur noch offen

Burgherr bestätigt nicht einmal, dass die Volkspartei, die Roth im März 2016 als Kandidatin nominiert hatte, bei der Ersatzwahl am 20. Oktober dieses Jahres erneut antritt. Obwohl ein ehemaliger SVP-Sitz zu verteidigen wäre, sagt der Kantonalpräsident, auch diese Frage müsse zuerst in der Parteileitung diskutiert werden.

Dennoch ist davon auszugehen, dass die SVP am 20. Oktober eine Kandidatur stellen wird - mögliche Anwärter auf einen Sitz im Regierungsrat wären der langjährige Parteisekretär Pascal Furer oder Gesundheitspolitiker Clemens Hochreuter.

Verständnis, Dank und Bedauern – die Stellungnahme von Landammann Urs Hofmann zum Rücktritt von Regierungsrätin Franziska Roth:

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