Protest

Aargauer Stimmvolk soll über «Bildungsabbau» entscheiden

Die Aargauer Regierung will bei der Bildung sparen - und erntet dafür Kritik, nicht nur von Lehrerseite. (Symbolbild).

Die Aargauer Regierung will bei der Bildung sparen - und erntet dafür Kritik, nicht nur von Lehrerseite. (Symbolbild).

Es regt sich zunehmend Widerstand gegen das Sparprogramm der Aargauer Regierung bei der Bildung. Nun ist eine Unterschriftensammlung gestartet worden. Lehrer beklagen, dass bestehende Pensen gestrichen würden. Darüber müsse das Volk abstimmen können.

Heute Dienstag wurde mit der Unterschriftensammlung für eine Resolution begonnen, die gegen den von der Regierung geplanten «Bildungsabbau» protestiert. Unterstützt wird diese Resolution nicht nur vom Lehrerverband und dem Verband der Schulleitungen, sondern auch vom Verband der Schulpflegepräsidenten. 

Bei den vom Regierungsrat angekündigten Einsparungen gehe es nicht wie behauptet um den Verzicht auf zusätzliche Stellen, sondern um einen Abbau von bestehenden Lehrerpensen. Dieser müsse deutlich unter der geplanten Höhe von 200 Stellen liegen.

Weiter fordern die Verbände, dass die Sparmassnahme nicht mit einer Erhöhung der Lektionenzahl für ein Vollpensum, dem Anheben der Klassengrössen oder einem Abbau von Unterstützungsangeboten für die schwächsten Kinder umgesetzt wird.

Der Regierungsrat müsse der Bevölkerung gegenüber offenlegen, dass ein Stellenabbau unweigerlich zu einem Leistungsabbau in der Schule führe. Man erwarte, dass ein Abbauprogramm in den Schulen der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt wird.

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