Holderbank

Aargauer Steuerzahler kommen für das von Asylbewerbern geschächtete Schaf auf

Aargauer zahlen für das von Asylbewerbern geschächtete Schaf

Der Beitrag von TeleM1

Nicht die Schafdiebe selbst, sondern die Steuerzahler müssen für die Tat von zwei Asylbewerbern der Unterkunft in Holderbank aufkommen.

Asylbewerber hatten ausgerechnet SVP-Grossrat und Bauernverbandspräsident Alois Huber ein Schaf geklaut und geschlachtet. Die Diebe müssen nun für den Schaden aufkommen.

Vor gut einem Monat musste die Polizei ausrücken, weil in der Asylunterkunft in Holderbank eine Ruhestörung gemeldet wurde. Was die Beamten dann aber vorfanden, war ein totes Schaf im Kühlschrank – das Tier gehörte Bauernverbandspräsident Alois Huber.

Dieser ist durch die neuste Entwicklung wütend und dankbar gleichzeitig: Der Kanton hat ihm versprochen, man werde für das Schaf aufkommen, dass zwei abgewiesene Asylbewerber gestohlen und geschlachtet hatten. Huber hätte eine ganz eigene Lösung parat gehabt, wie er gegenüber TeleM1 sagt: «Ich hätte die 'Bauern-Taktik' angewendet. Die beiden hätten mit dem Lamm sicher für drei Wochen zu essen gehabt. Dafür hätte ich ihnen das Taggeld weggenommen.»

Nach etwa einem Monat hätte man so die 300 Franken für das Schaf beisammen gehabt. Pia Maria Brugger Kalfidis, Leiterin Unterabteilung Asylwesen beim Kanton Aargau, erklärt, warum das trotzdem nicht möglich ist: «Die 7.50 Franken brauchen die Personen, um sich zu ernähren, da können wir unmöglich alles streichen.» Zudem habe die Polizei das Schaf nach dem Vorfall mitgenommen und entsorgt

Bestraft werden die beiden Männer trotzdem, es wird ihnen ein Franken täglich vom Taggeld abgezogen. Allerdings weist Brugger Kalfidis darauf hin, dass es bei Ausreisepflichtigen auch möglich sei, dass sie plötzlich nicht mehr da sind. 

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