Ausbildung
Aargauer Spitäler müssen Fachpersonal ausbilden

Spitäler und Kliniken im Kanton Aargau müssen Ausbildungsplätze für Fachleute anbieten. Die Ausbildungsverpflichtung gilt seit dem 1. Januar 2012. Der Kanton unterstützt so die Gesundheitsbranche und versucht ihr einen Schub zu geben.

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Hans Lüthi

Alle aargauischen Spitäler und Kliniken, die auf der Spitalliste des Kantons geführt werden, müssen seit 1. Januar 2012 Personen in nicht-universitären Gesundheitsberufen ausbilden. Dieses Berufsfeld umfasst vor allem den Bereich der Pflege und Betreuung - Berufe bei denen man in direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienten steht.

Belohnung und Sanktionen

Die Menge der Ausbildungsplätze wird proportional zu der Anzahl der Mitarbeitenden festgelegt. Überdurchschnittliche Ausbildungsleistungen werden belohnt, unterdurchschnittliche dagegen sanktioniert. Dafür wird ein Ausbildungspool geschaffen, in den ein- und aus dem ausbezahlt wird.

Regierungsrätin Susanne Hochuli betonte, es sei ein Gebot der Stunde, die Spitäler in Bezug auf die Ausbildung von Gesundheitsfachleuten in die Pflicht zu nehmen - sowohl im Interesse der Institutionen selber, als auch zur langfristigen Gewährleistung des Versorgungsauftrags.

Pflegeeinrichtungen und Spitex später

Die Ausbildungsverpflichtung soll künftig auch für die Pflegeeinrichtungen sowie die Spitexorganisationen gelten. Die Einführung auf 1. Januar 2012 war nicht zeitgleich mit den Spitälern und Kliniken möglich, weil gegen das vom Grossen Rat im vergangenen Jahr beschlossene Pflegegesetz das Referendum ergriffen wurde.