Nachwuchs
Aargauer Skiverband will von der WM-Euphorie profitieren

Im Aargau fehlt es seit Jahren an Nachwuchs. Der kantonale Skiverband erhofft sich nun einen Schub durch die Schweizer Erfolge an der WM in St.Moritz.

Daniel Weissenbrunner
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Präsident Martin Süss (Mitte) in St. Moritz: Hoffen, dass die Schweizer Erfolge im Aargau einen Schub auslösen.

Präsident Martin Süss (Mitte) in St. Moritz: Hoffen, dass die Schweizer Erfolge im Aargau einen Schub auslösen.

zvg

Die Schweiz erlebt in St. Moritz gerade goldene Tage. Wendy Holdener, Beat Feuz, Luca Aerni fuhren an den alpinen Ski-Weltmeisterschaften im Engadin zum Titel und lösten eine Begeisterungswelle aus. Auch beim höchsten Ski-Aargauer: «Auf der Wolke, auf welcher unsere Athleten derzeit schweben, ist noch vieles möglich», sagt Urs Lehmann.

Der Präsident von Swiss Ski kennt das Gefühl des Triumphs aus seiner Aktivzeit. Der gebürtige Rudolfstetter wurde vor 24 Jahren im japanischen Morioka unerwartet Abfahrtsweltmeister. Im Aargau wartet man allerdings vergebens auf einen möglichen Nachfolger Lehmanns.

Daran dürfte sich in naher Zukunft nichts ändern. Den kantonalen Skiverband plagen im Gegenteil Nachwuchssorgen. Die Kader werden immer kleiner. Die Zahlen sind seit längerem rückläufig. «In den letzten fünf Jahren ist die Zahl unserer aktiven Athleten von 15 auf aktuell noch 6 gesunken», sagt Martin Süss, der Präsident des Aargauer Ski Teams (AST). Die Gründe: Zu teuer, zu aufwendig, nicht mehr zeitgemäss, heisst es.

Schub dank Holdener und Co.

Der Verband betreut junge Sportler in der Altersstufe 16 und jünger. Um das Angebot aufrecht zu erhalten, geht das AST inzwischen Kooperationen ein. Mit dem Luzerner Verband pflegt man eine enge Zusammenarbeit. «Fahrer und Trainer würden davon gleichermassen profitieren, so Süss, der in Baldingen wohnt.

Einen Schub für den Aargauer Skirennsport verspricht sich Martin Süss von den Schweizer Erfolgen im Engadin. Er verfolgt die Rennen diese Woche vor Ort. «Ich hoffe, dass die Resultate auch bei uns einen Aufschwung auslösen.»

Einen ersten Hinweis, ob die jüngsten Siege von Holdener und Co. das Interesse im Kanton tatsächlich wecken werden, dürfte sich am 1. April zeigen. An diesem Tag führt das AST auf der Klewenalp seinen Sichtungstag durch.