Kommentar

Aargauer Schulpflegen abgeschafft – jetzt müssen die Gemeinden ran

Die Schulpflege gehört im Aargau bald der Vergangenheit an. (Symbolbild)

Die Schulpflege gehört im Aargau bald der Vergangenheit an. (Symbolbild)

Die Abschaffung der Schulpflege war ein emotionales Thema. Eine alte Institution aufzulösen, fällt nicht unbedingt leicht. Schliesslich wählte aber eine deutliche Mehrheit der Stimmenden mit dem Ja zu den neuen Führungsstrukturen den pragmatischen Weg. Die Schulpflege hat nicht mehr die gleiche Stellung wie einst. Besteht das Gremium nicht mehr, ändert sich wenig. Also kann die jetzige Struktur einer zeitgemässeren und effizienteren Platz machen.

Die regierungsrätliche Vorlage lässt den Gemeinden viel Spielraum bei der Umsetzung. Zwar liegt in Zukunft die strategische Führung der Schule beim Gemeinderat und nicht mehr bei einer gewählten Schulpflege, die Gemeinden können aber selber entscheiden, wie und ob der Gemeinderat Aufgaben delegiert.

Das setzt die Gemeinden aber auch unter Druck, weil jede selber dafür verantwortlich ist, die für sie beste Lösung zu finden, damit die Zusammenarbeit von Schule und Gemeinde wirklich effizient gestaltet werden kann. Darum ist auch das Bildungsdepartement gefordert. Es muss den Gemeinden die bestmögliche Unterstützung bieten, damit die Strukturen ab 2022 überall umgesetzt werden können.

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Abschaffung Schulpflege: „Ich bin zufrieden, dass ein deutliches Resultat da ist“

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