Haushalt

Aargauer sammeln weniger Siedlungsabfall als auch schon – 2018 waren es 347 Kilogramm pro Kopf

Aargauer Haushalte sammeln weniger Abfall als auch schon. (Symbolbild)

Aargauer Haushalte sammeln weniger Abfall als auch schon. (Symbolbild)

2018 haben Aargauer Haushalte 235272 Tonnen Siedlungsabfälle gesammelt, wie aus der jährlichen kantonalen Abfallstatistik hervorgeht. Das ist leicht weniger als im Jahr davor (237730 Tonnen). Die Aargauer sammelten im Durchschnitt 347 Kilogramm Abfall (Vorjahr: 255 Kilogramm pro Kopf).

Siedlungsabfälle setzen sich einerseits aus der Kehricht- und Sperrgutsammlung und andererseits aus Separatsammlungen (Papier/Karton, Grüngut, Glas, Metall) zusammen. 2013 wurde pro Kopf noch knapp 400 Kilo Abfall gesammelt – also rund 50 Kilogramm mehr als fünf Jahre danach.

Während die Menge an Kehricht und Sperrgut pro Kopf nur moderat kleiner wird, lässt sich die Abnahme bei Altpapier und Altkarton deutlich beobachten. Das ist durchaus erstaunlich, bedenkt man, dass die «Päckli-Flut» durch den Online-Handel in den letzten Jahren markant zugenommen hat.

Silvan Rüttimann, Fachspezialist Entsorgung beim Kanton, sagt, es sei schwierig zu bestimmen, wieso Haushalte im Aargau weniger Papier und Karton abgeben. Unklar sei zudem, ob die absolute Ziffer tatsächlich abnehme.

Die Daten werden nämlich nur bei den Gemeinden erhoben; wenn Personen ihren Altkarton bei privaten Recyclinghöfen entsorgen, erfasst dies die Statistik nicht. «Private Entsorgungszentren haben für diese Art von Abfällen keine Meldepflicht beim Kanton», sagt Rüttimann. (frh)

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