«Aufstand der Anständigen»

Aargauer rufen zu grosser Demonstration gegen Fremdenhass auf

«Refugees Welcome»: Solche Transparente dürften an der Demo in Aarau auch zu sehen sein. (Symbolbild)

«Refugees Welcome»: Solche Transparente dürften an der Demo in Aarau auch zu sehen sein. (Symbolbild)

Mehr als 50 Organisationen, Betriebe und Hilfswerke rufen zu einem «Aufstand der Anständigen» in Aarau auf. Vorgesehen ist ein Demonstrationszug durch Aarau, am 22. September.

Täglich erreichen neue Flüchtlinge den Aargau und hoffen auf Asyl, die politische Stimmung ist angespannt. Mit einem «Aufstand der Anständigen» gegen Fremdenfeindlichkeit und für einen offenen Aargau will eine breite Allianz von Politikern, Hilfswerken und Kulturbetrieben ein Zeichen setzen. Zu den Organisatoren gehören die Parteien SP und Grüne, der Aargauische Gewerkschaftsbund sowie über 50 kulturelle, humanitäre und kirchliche Betriebe.

Der Anlass findet am 22. September ab 18 Uhr in Aarau statt. Geplant ist ein Demonstrationsumzug durch die Stadt, anschliessend gibt es eine Platzkundgebung mit Reden, Essen und Musik auf dem Aargauerplatz.

Aufruf zur Zivilcourage

«Neben den grossen Dachorganisationen gibt es auch viele kleine Betriebe und Gruppierungen, die humanitäre Arbeit betreiben, doch das geschieht oft im Stillen», sagt SP-Co-Präsidentin Elisabeth Burgener Brogli. «Der Aufstand der Anständigen ist eine Möglichkeit, dem anderen Kanton Aargau ein Gesicht zu geben. Wir hoffen, dass möglichst viele Leute kommen.»

Der Ausdruck «Aufstand der Anständigen» stammt vom ehemaligen Deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder, der nach einem Brandanschlag auf eine Synagoge mit diesen Worten zu mehr Zivilcourage aufrief.

Positives Feedback

«Dieser Anlass ist in den letzten zwei Wochen zustande gekommen», sagt Burgener Brogli. Die Organisatoren seien sehr erfreut über die vielen Rückmeldungen, die Zahl der unterstützenden Organisationen, Betriebe und Gruppierungen werde laufend grösser. Auf Facebook haben sich bereits rund 800 Personen angemeldet – Tendenz steigend. Die Organisatoren haben ursprünglich mit ungefähr 1000 Teilnehmern gerechnet. Eine provisorische Bewilligung der Stadtpolizei wurde eingeholt, zum Programm konnten zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genaueren Angaben gemacht werden.

Den Demo-Flyer finden Sie hier.

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