Regensburg in Bayern war Schauplatz der Europameisterschaften des Robotik- und Forschungswettbewerbes der «First Lego League». Mit dabei auch das Aargauer Team «mindfactory», das sich Ende Januar mit einem Sieg an den Schweizer Meisterschaften für das zentraleuropäische Finale qualifiziert hat. Dieses Jahr beteiligten sich in Zentraleuropa 955 Teams. An der Ostbayrischen Technischen Hochschule massen sich die besten 24 Forscher- und Robotikteams aus 7 Ländern. «Die Konkurrenz am diesjährigen Finale war ausserordentlich hoch», so Coach Michael Sommerhalder aus Ehrendingen, der seit knapp 10 Jahren an den Wettbewerben in Europa und Amerika dabei ist.

Der Wettbewerb kombiniert Spass an Technik und Wissenschaft mit einer spannenden Atmosphäre eines Sportevents. Im Team arbeiten die Kinder und Jugendlichen wie echte Ingenieure. Sie planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um knifflige Missionen zu meistern. Jedes Team muss einen Roboter bauen und ein Projekt mit Bezug zum Jahresthema auswählen. Dazu entwickeln die Teams eine Forschungsfrage und können «echte» Wissenschafter und Experten auf dem Gebiet zurate ziehen.

Der Forschungsauftrag des Wettbewerbers steht unter dem Titel «Animal Allies». Die Teams mussten die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren erforschen und ein Produkt entwickeln, das diese verbessert. Die jungen Aargauer bewiesen ausgewogene hohe Leistungen in allen Disziplinen. Schlüssel zum Erfolg war die ausgesprochene Teamleistung in allen Disziplinen, was dem Team den Gesamtsieg sicherte.

Die internationalen Wettkämpfe werden in Englisch durchgeführt. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren müssen ihr Forschungsergebnis sowie den Roboter und dessen Programmierung in Englisch vorstellen und der Jury Red und Antwort stehen. Eine besondere Herausforderung, zumal für die Vorbereitung nur wenige Wochen bleiben.

Das Aargauer Team «mindfactory» besteht aus Schülern zwischen 11 und 14 Jahren und wird vom Kanton und von zahlreichen Sponsoren unterstützt. Seit August 2016 hat sich das Team auf die Wettbewerbe vorbereitet, es wurde von einem Supportteam und Eltern unterstützt. Nun bereitet sich das Team auf die nächste Herausforderung vor: Die «Open European Championship (OEC)» in Dänemark.