Gotthard

Aargauer Regierungsrat begrüsst einen zweiten Gotthard-Strassentunnel

Der Aargauer Regierungsrat sieht mit dieser Lösung die Verkehrs- und Betriebssicherheit als deutlich verbessert an. Zudem seien keine negativen Auswirkungen auf den Aargau zu erwarten, so die Regierung weiter.

Der Bund hat Ende 2012 zwei Vorschläge für die Sanierung des Gotthardstrassentunnels gemacht: Auf der einen Seite die Sanierung der bestehenden Gotthard-Tunnelröhre ohne Neubau einer zweiten Röhre – mit entsprechenden Sperrungen und Bahnverladeanlagen für den Personen- und Güterverkehr.

Und auf der anderen Seite den Neubau einer zweiten Tunnelröhre mit anschliessender Sanierung der bestehenden Röhre. Der Aargauer Regierungsrat unterstützt die vom Bundesrat vorgeschlagene Sanierungsvariante mit zwei richtungsgetrennten Tunnelröhren.

«Damit sind die erforderliche Verkehrs- und Betriebssicherheit bedeutend besser gewährleistet als mit einer Tunnelröhre im Gegenverkehrsregime. Mit zwei Tunnelröhren sind auch die Unterhaltsarbeiten und eine spätere Instandsetzung viel effizienter und langfristig wirtschaftlicher», äussert sich der Regierungsrat per Mitteilung.

Zudem müssten bei einer Sperrung der Gotthardachse Verkehrsverlagerungen im Grossraum Aargau/Zürich sowie Mehrbelastungen der A1 im kritischen Abschnitt Baregg-Limmattal in Kauf genommen werden, begründet die Regierung.

Gegen Tunnelgebühr

Der Regierungsrat unterstützt auch den Vorschlag des Bundesrats, die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels nicht mit einer separaten Tunnelgebühr zu verknüpfen.

«Die punktuelle Einführung einer Tunnelgebühr wäre für den Kanton Tessin problematisch. Zudem müsste zuerst ein automatisches Erhebungssystem ohne manuelles Inkasso entwickelt und eingeführt werden.»

Im Rahmen einer Gesamtverkehrsfinanzierung sollen jedoch Tunnelgebühren geprüft und Grundlagen für ein Road Pricing geschaffen werden, damit die bedeutend grösseren Verkehrsprobleme in den Agglomerationen langfristig besser bewältigt werden können.

Der Regierungsrat geht davon aus, dass sich infolge der vorgeschlagenen Sanierungsvariante mit einer zweiten Tunnelröhre keine Mehrbelastungen für die Kantone ergeben. (ahu)

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