Reorganisation
Aargauer Regierung hält an Schliessung kleiner Polizeiposten fest

Der Kanton Aargau möchte mit dem neuen Standortkonzept der Kantonspolizei die Patrouillendichte erhöhen – dies allerdings auf Kosten einzelner Polizeiposten.

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In der Region Zurzibiet steht der Weiterbetrieb des Postens Klingnau als Aussenstelle des Stützpunkts Brugg zur Diskussion.

In der Region Zurzibiet steht der Weiterbetrieb des Postens Klingnau als Aussenstelle des Stützpunkts Brugg zur Diskussion.

Philipp Zimmermann

Das Hauptziel der Reorganisation sei für den Kanton die «proaktive Verhinderung und die Aufklärung von Straftaten zu erhöhen», wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt. Dies soll vor allem durch die Verstärkung der Patrouillen sowie der Ausrüstung der Polizei erfolgen. Das Ziel, dass nach 15 Minuten nach einem Notruf eine Polizeipatrouille vor Ort ist, soll dadurch verbessert werden.

Dazu müssten die 17 Kantonspolizei-Posten reduziert werden. Durch eine Anhörung der Gemeinden und Regionalpolizeien konnte man erfahren, dass die erhöhte mobile Präsenz grundsätzlich begrüsst wird. Jedoch befürchtet man, dass durch die Postenschliessung ein Abbau der Sicherheit und zudem eine Verschiebung der Aufgaben zu den Repols erfolgen könne.

Der Kanton schreibt weiter, dass man diese Befürchtungen verstehe, tut diese jedoch als unbegründet ab. Er schreibt gar, dass die Sicherheit mit dem neuen Konzept sogar erhöht werde. Es soll im ganzen Kanton 38 Polizeiposten geben: 13 der Kapo und 28 der Repol, wobei sie sich 3 teilen. Die Zahl der Angestellten wird zudem von 211 auf 225 steigen.

Sieben der neun fixen Stützpunkte wurden bereits festgelegt, lediglich in den Bezirken Freiamt und Wynental sind «für die Festlegung der Standorte der Stützpunkte und der notwendigen Postenaufhebungen weitere Abklärungen erforderlich.»

Zudem steht in der Region Zurzibiet der Weiterbetrieb des Postens Klingnau zur Diskussion. Drei Posten werden jedoch definitiv geschlossen: Schöftland (Ende 2016), Spreitenbach (Mitte 2017) und Laufenburg (Anfang 2018).

Bis Mitte 2017 werde der Kanton, zusammen mit der Kapo, Repol und den entsprechenden Gemeinden weitere Standorte und Postenaufhebungen beschliessen.

Für einen künftigen Standort der Kapo im Freiamt wurde zudem im Grossen Rat eine Interpellation eingereicht – die Stellungsnahme der Regierung werde den Grossräten «mit dem aktuellen Versand des Parlamentsdiensts zugestellt».