Strassenverkehr

Aargauer Regierung für sechsspurige A1 – ohne Massnahmen würde Verkehr zusammenbrechen

Laut Regierungsrat würde eine sechsspurige A1 zwischen Aarau Ost und dem Birrfeld «akzeptable Verkehrsverhöltnisse» schaffen.

Um die häufigen Verkehrsprobleme zwischen dem Birrfeld und Aarau Ost zu beheben, braucht es laut Regierungsrat zusätzliche Spuren.

Rund 60 Prozent des Verkehrs auf dem Aargauer Abschnitt der A1 sind hausgemacht, da die A1 vorwiegend als regionale Umfahrungsstrasse genutzt wird. Heute ist die A1 zwischen Aarau Ost und Birrfeld oft überlastet.

Kleinste Ereignisse führen zu ausgeprägten Staubildungen. Ohne Massnahmen würde der Verkehr zusammenbrechen.

Nur mit dem geplanten Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren zwischen Aarau Ost und dem Birrfeld könnten akzeptable Verkehrsverhältnisse erreicht werden. Dies teilt die Regierung in der Antwort auf eine Interpellation der beiden Grossräte Maurus Kaufmann (Grüne) und Uriel Seibert (EVP) mit.

Beim Ausbau auf sechs Spuren stehe aber nicht alleine die Kapazitätssteigerung im Vordergrund, sondern es gehe auch darum, mehr Flexibilität für die künftige Nutzung der Nationalstrasse zu erhalten.

Als Beispiele nennt der Regierungsrat autonomes Fahren, abgetrennten Güterverkehr oder die Bevorzugung des Carpooling.

Um wie viel das Verkehrsaufkommen durch den Ausbau steigen wird, wird, lasse sich nicht zuverlässig voraussagen, heisst es in der Beantwortung der Interpellation. Was aber jetzt schon feststeht: «Reisezeitgewinne werden kaum erreicht.»

Ausbau steht nicht im Widerspruch zu Klimazielen

Hingegen wird wohl der Ausweichverkehr auf die Kantonsstrassen, der heute die Regionen im Aargau belastet, reduziert. Und die funktionale Verlässlichkeit der Nationalstrasse wird mit dem Ausbau wieder verbessert.

Nach Ansicht des Regierungsrates bringt der Ausbau zwar mehr Verkehr, was aber nicht zwingend zu einer höheren CO2-Belastung führe. Denn die technischen Entwicklungen, aber auch die zu erwartende Reduktion des Stop-and-go-Betriebs dürften langfristig sogar zu einer Reduktion der CO2-Emissionen führen.

Die Interpellanten möchten auch wissen, welchen Ausbaubedarf der Zubringerstrassen der Ausbau der A 1 nach sich ziehe. Unabhängig vom Ausbau auf sechs Spuren seien verschiedene Ausbauten auf den Zubringerstrassen erforderlich, antwortet die Regierung.

Denn die Verkehrszunahme in den letzten 20 Jahren habe «zu einem Handlungsbedarf an zahlreichen Verkehrsknoten» geführt. Zahlreiche Vorhaben seien in Planung, Projektierung oder bereits in der Realisierung.

Die Regierung kommt zum Schluss, dass die Anforderungen künftiger Generationen mit durchgehend drei Spuren pro Richtung besser verwirklicht werden können. Denn ein massvoller Ausbau bringe keine Überkapazität, sondern ermögliche die angestrebte langfristig betrieblich flexibler nutzbare Infrastruktur.

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Autor

Jörg Meier

Jörg Meier

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