Karin Bertschi will in die Politik. Genauer: Sie kandidiert für den Grossen Rat, die Wahlen finden im Oktober statt. Damit ist sie eigentlich nicht alleine. Verwunderlich ist, dass Karin Bertschi für die SVP antritt. Verwunderlich deshalb, wenn man ihr Engagement in Erinnerung ruft.

Die 26-Jährige aus Reinach AG ist Besitzerin eines Recycling-Unternehmens und setzt sich damit für die Umwelt ein, sie beschäftigt 80% Frauen und auch Asylbewerber und sie spielt in der Kirche Orgel. Die SVP? Wäre da nicht ein Engament bei den Grünen, der SP oder der CVP logisch?

Karin Bertschi: «Ich muss gestehen, ich bin nicht die geborene Politikerin», sagt sie gegenüber Tele M1. Und weiter: «Ich setze mich gerne für soziale Sachen ein, etwa ein Kinderheim in Rumänien, bin in der Kirche aktiv.»

Die Unternehmerin war nie angepasst. Mit 19 Jahre wurde sie Chefin eines Recycling-Geschäfts mit zwei Filialen, gewann den Jungunternehmerpreis – und nun also die Politik.

Karin Bertschi aus Reinach gewinnt den Prix Evenir 2011

Karin Bertschi aus Reinach gewinnt den Prix Evenir 2011

Doch warum die SVP? So setzt sie sich für die Arbeitsintegration von Asylbewerbern ein, obwohl ihre Partei will, dass diese nicht sofort Arbeit erhalten. Bärtschi: «Für mich spielt es keine grosse Rolle, in welcher Partei ich bin.» (jk)