Zwei Ladendiebinnen, die im Denner in Murgenthal heimlich ihre Taschen füllen, beide noch keine 16 Jahre alt. Jugendliche Helfer bei einem Raub von Altmetall im Wert von 30 000 Franken in Frick. Und Kinder, die dem Coiffeur 100 Franken aus der Kasse klauen. Das sind keine Einzelfälle. Die Polizei aber steht den jungen Straftätern fast hilflos gegenüber, wie TeleM1 berichtet.

Milde Strafe

«Seit Jahren stellen wir fest, dass gerade Roma-Gruppierungen minderjährige Jugendliche und Kinder mitnehmen, die Diebstähle und Trickdiebstähle begehen», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Aargauer Kantonspolizei, gegenüber dem Fernsehsender. Selbst wenn die jungen Täter bei ihren Delikten ertappt oder gefasst werden – Stunden später sind sie meist schon wieder auf freiem Fuss. So will es das Jugendstrafgesetz.

Jugendliche Kriminaltouristen

Jugendliche Kriminaltouristen

Der Aargauer Justizdirektor Urs Hofmann kann den Frust der Polizisten darüber nachvollziehen: «Ich verstehe den Frust, wenn man die Täter gleich wieder laufen lassen muss.» Machen aber könne man wenig. «Damit ein minderjähriger Jugendlicher oder ein Kind in Haft genommen werden kann, braucht es viel», sagt Hofmann auf TeleM1.

Der Polizei bleibt so nur die Warnung an Ladenbesitzer: Bettelnde Jugendliche oder Kinder sollen sofort gemeldet werden. Damit sie gar nicht zum Stehlen kommen.