Windkraftwerke

Aargauer Politik erlaubt sechs Standorte für Windstrom

Verschandelung oder Bereicherung der Landschaft? Darüber streiten sich die Politiker im Grossen Rat.

Verschandelung oder Bereicherung der Landschaft? Darüber streiten sich die Politiker im Grossen Rat.

Die Windstandorte lösten eine stürmische Debatte aus. Fünf der sechs vorgeschlagenen Gebiete wurden genehmigt und nur der Wessenberg im Fricktal gestrichen. Neu kommt das Gebiet Hundsruggen in Zeiningen dazu. Weitere Standorte wurden abgelehnt.

Die Debatte um die Standortgebiete für mögliche Windanlagen wird mit vielen Emotionen geführt. Das bürgerliche Lager mit SVP und FDP hält wenig bis nichts von der erneuerbaren Energie, welche die riesigen Windpropeller erzeugen. Diese beiden Parteien sprechen sich für die Reduktion auf drei Standorte aus. Die CVP/BDP-Fraktion plädiert für einen Kompromiss dazwischen, ohne Laubberg und Wessenberg, aber mit einem zusätzlichen Standort Hundsruggen in Zeiningen. Die EVP will alle Standorte festlegen und zusätzlich das Gebiet Hochrüti in Kirchleerau aufnehmen. Die Mehrheit lehnt das aber ab,

Was die Gegner als eine Verschandelung der Landschaft einstufen, ist für die Befürworter des Windstroms eher eine Bereicherung. Vor allem SP und Grüne sehen die grossen Windkraftwerke als optische Symbole der Energiewende, sie wollen weg vom Atom und setzen auf Wind und Sonne. Entsprechend plädieren sie für alle sechs Standorte. Anträge für zusätzliche Windkraftwerk-Gebiete stellen die Grünen, die GLP und die EVP, aber mit Ausnahme des

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Hundruggens Zeiningen sind alle erfolglos.

Der Aargau ist kein grosser Windkanton, aber die Regierung wollte wenigstens auf sechs geeigneten Hügelzügen die Nutzung in klar definierten Gebieten ermöglichen. Im Vorschlag ins Parlament schied sie Standort-Gebiete in Burg bei Oberhof, auf dem Laubberg und dem Wessenberg ebenfalls im Fricktal, auf dem Heitersberg über dem Limmat- und Reusstal und auf dem Lindenberg im Freiamt aus. Während der Mitwirkung kam der Antrag, das Gebiet «Uf em Chalt» in Staffelbach ebenfalls in den Richtplan aufzunehmen. Die Regierung erfüllte diesen Wunsch mit der Botschaft ans Parlament.

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