Grosser Rat AG

Aargauer Parlament gegen mehr Lohn für Staatspersonal und Lehrer

Bei der Lohnerhöhung handle es sich, laut Regierungsrat Hürzeler, um einen «Mittelweg».(Symbolbild)

Bei der Lohnerhöhung handle es sich, laut Regierungsrat Hürzeler, um einen «Mittelweg».(Symbolbild)

Der Grosse Rat tagt heute in der Umweltarena Spreitenbach und hat unter Anderem über eine Lohnerhöhung für Staatsangestellten und Lehrpersonen beraten. Diese wurde abgelehnt.

Im Kanton Aargau erhalten die Staatsangestellten und die Lehrpersonen im kommenden Jahr nicht mehr Lohn. Der Grosse Rat hat am Dienstag die vom Regierungsrat beantragte durchschnittliche Erhöhung der Löhne um 0,5 Prozent bei der Beratung des Budgets 2021 abgelehnt.

Der Entscheid fiel mit 73 zu 57 Stimmen. Gegen die Lohnerhöhung sprachen sich an der Sitzung in Spreitenbach AG die Fraktionen SVP, FDP und GLP aus. Die Covid-19-Pandemie führe zu einer grossen Unsicherheit im Arbeitsmarkt, hiess es.

Daher müsse die Arbeitsplatzsicherheit, die der Kanton als Arbeitgeber biete, einbezogen werden. Eine Lohnerhöhung sei ein Schlag ins Gesicht von vielen Unternehmen, die aktuell um ihre Existenz und damit um Arbeitsplätze kämpfen würden, hiess es bei der FDP.

Lohnerhöhung handle sich um «Mittelweg»

Die CVP stützte die Erhöhung um 0,5 Prozent. SP und Grüne forderten eine Erhöhung der Lohnsumme um ein Prozent. Der Antrag blieb ohne Chance.

Regierungsrat Alex Hürzeler (SVP) sagte im Grossen Rat, bei der Lohnerhöhung handle es sich um einen «Mittelweg». Auch in einer Krisensituation sei der Kanton angewiesen, gute Fachkräfte zu behalten und anzuwerben.

Es gebe einen interkantonalen Wettbewerb, und der Kanton müsse «Lohnpflege» betreiben. Hürzeler vertrat Finanzdirektor Markus Dieth (CVP) im Parlament. Dieth befindet sich wegen einer Operation im Kantonsspital Baden.

Im laufenden Jahr hatten die Staatsangestellten und Lehrpersonen eine Lohnerhöhung von einem Prozent erhalten.

Meistgesehen

Artboard 1