«I haven’t been everywhere, but it’s on my list» – nach diesem Motto leben Diana Werthmüller (22) und Pascal Frehner (27) aus der Region Aarau. Sie reisen um die Welt. Ihre Abenteuer teilen die «Daytrippers» in einem Blog und über ihren Youtube-Kanal mit der Internet-Community.

Seit zweieinhalb Jahren sind Diana und Pascal ein Paar. Sie teilen einen starken Drang, die Welt zu entdecken. Nach kurzer Zeit sei für sie klar gewesen, dass sie gemeinsam eine längere Reise unternehmen möchten, sagen die «Daytrippers» einhellig. Die fünfmonatige Reise führte Diana und Pascal nach Südamerika. Sie reisten von Santiago de Chile bis nach Kuba, meist mit Bussen, dann und wann mit einem Mietwagen. Mit dabei im Gepäck: eine Drohne. Einen ganzen Rucksack beanspruchte das Flugobjekt. War das nicht unglaublich mühsam? «Wenn man sich die Videos anschaut, hat es sich definitiv gelohnt», findet der technikaffine Pascal.

Nusschalenboote in der Karibik

Abenteurer, Geniesser, Kulturreisende, Sportler – Diana und Pascal sind eine Mischung von allem. Ein Abenteuer seien die vier Tage gewesen, als sie auf Nussschalenbooten über die Karibik navigierten und die San Blas Inseln mit deren Ureinwohner kennen lernten. In Kuba wohnten die Daytrippers in den sogenannten Casas Particulares. Das sind Privathäuser, in denen die Kubaner einzelne Gästezimmer zur Verfügung stellen. Viel billiger als ein Hotel (20 bis 30 Franken pro Nacht). Und: «Wir waren extrem nahe bei den Kubanern, die in einer ganz anderen Welt leben.»

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Kein Moment in Gefahr

In Südamerika ist vieles anders als in der wohlorganisierten Schweiz. Der grösste Unterschied: der Umgang mit der Zeit. «Alles braucht einfach viel mehr Zeit, was aber niemanden stört», sagt Diana. Das Vorurteil, Reisen in Südamerika sei gefährlich, hat sich für das Paar nie bewahrheitet: «Wir haben nicht einmal einen Moment erlebt, in dem es gefährlich wurde», so Pascal. Sie seien den Leuten mit dem nötigen Respekt begegnet und hätten so keine Probleme gehabt. Ein einzelnes Highlight der Reise können die «Daytrippers» nicht herauspicken. «Das Schönste ist, dass wir die Reise gemeinsam erleben durften – so können wir uns immer gemeinsam zurückerinnern.»

Im Moment weilen Diana und Pascal wieder in der Schweiz. Hier führen sie ein normales Leben. Diana ist angehende Kommunikationsstudentin, Pascal Immobilienberater. Doch das Fernweh ruft die beiden immer wieder. «Irgendwann möchten wir in die Antarktis reisen», sagt Diana. Wann, ist noch ungewiss. Doch: «It’s on their list.»