Grosses Risiko

Aargauer Obstbauern setzen im Kampf gegen Feuerbrand Antibiotika ein

Ein von Feuerbrand befallener Birnenbaum muss gerodet werden (Archivbild)

Ein von Feuerbrand befallener Birnenbaum muss gerodet werden (Archivbild)

Weil die warmen und feuchten Temperaturen während der Hauptblütenzeit von Apfelbäumen ein grosses Feuerbrandrisiko bergen, haben neun Aargauer Obstbauern die Bewilligung erhalten, Antibiotika einzusetzen.

Die Temperaturen der letzten Woche waren ideal für das Feuerbrand-Bakterium. Die Krankheit, die für Apfel- und Birnenbäume vor allem in der Blütezeit gefährlich ist, verbreitet sich schnell bei feuchtem und warmem Wetter.

«Wir hatten vier, fünf Infektionstage hintereinander. Es ist ein extrem hoher Feuerbrand-Druck, dem wir gerade ausgesetzt sind», sagt Andreas Distel, Leiter des regionalen Pflanzenschutzdienstes im Kanton Aargau, gegenüber dem SRF-Regionaljournal.

Im Kanton Aargau haben neun Obstbauern die Bewilligung erhalten, ein Antibiotikum gegen Feuerbrand einzusetzen. Vier von ihnen haben ihre Bäume schon mit Antibiotika behandelt.

Kommt es dennoch zu befallenen Bäumen, müssen diese gerodet werden. Wie stark die Krankheit sich tatsächlich in diesem Jahr verbreiten wird, werden die Kontrolleure im Sommer feststellen.

Im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren, die kühle Temperaturen während der Hauptblütezeit mit sich brachten, ist eine Zunahme sehr wahrscheinlich.

«Rein von den Infektionsbedingungen her, muss man davon ausgehen, dass der Feuerbrand wieder aktueller wird. Ich gehe davon aus, dass wir noch relativ viel Arbeit erhalten bezüglich Feuerbrand in diesem Jahr», sagt Andreas Distel. (npf)

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