Weihnachtstage
Aargauer Nez Rouge-Fahrer knacken fast die 10'000-Kilometer-Marke

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Ein Nez Rouge-Fahrer im Einsatz. (Archiv)

Ein Nez Rouge-Fahrer im Einsatz. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Fast wäre die 10'000-Kilometer-Marke geknackt worden. Die 116 freiwilligen Fahrer von Nez Rouge haben am 24. und 25. Dezember im Aargau 9263 Kilometer zurückgelegt und 561 Personen nach dem Familienfest in ihrem Auto nach Hause gefahren. «Die Nachfrage ist dieses Jahr besonders gross», freut sich Präsident Heinz Fehlmann.

Im Dezember habe es im Vergleich zum Vorjahr zehn Prozent mehr Fahrten gegeben. Das Angebot ist schweizweit im Aargau am beliebtesten. Seit Anfang Dezember wurden hier sowohl die meisten Fahrten (1392) gemacht als auch am meisten Kilometer gefahren (69'772). Fehlmann führt dies darauf zurück, dass die Wartezeiten im Aargau kurz seien, weil Nez Rouge auf etwa 1000 freiwillige Fahrer zählen kann.

Für den Service darf Nez Rouge kein Geld verlangen, trotzdem freuen sich die Fahrer über ein Trinkgeld. «Wenn wir pro Kilometer Fahrt einen Franken erhalten, können wir unsere Kosten decken», sagt Fehlmann. Denn Benzin, Telefonrechnung und Verpflegung der Helfer kosten. Was übrig bleibt, wird der Strassenopfer-Stiftung Roadcross Schweiz gespendet.

Ruhige Festtage für die Polizei

Über die Festtage waren im Kanton auch Polizisten unterwegs. Sie hatten sich jedoch weder mit schweren Straftaten noch mit ausserordentlichen Ereignissen zu befassen. «Aus polizeilicher Sicht können wir von ruhigen Weihnachtstagen sprechen», sagt Kapo-Sprecher Bernhard Graser. Einzig Einbrecher hielten die Polizei auf Trab. Insgesamt stiegen sie an Heiligabend ein Dutzend Mal in Häuser ein. Am 25. Dezember gab es vier weitere Einsätze wegen Einbruchdiebstählen.

Dass es über die Festtage häufiger zu Fällen von häuslicher Gewalt kommt, decke sich nicht mit den Feststellungen der Polizei. «Die Zahl der Einsätze und die Art der Vorfälle entsprechen in etwa einem gewöhnlichen Wochenende», sagt Graser. Insgesamt verzeichnete die Kantonspolizei zwischen 23. und 27. Dezember 24 Meldungen. Die meisten davon am Samstag vor Heiligabend. (nla)

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