Der Grosse Rat stimmte am Dienstag dem Antrag des Regierungsrats mit 102 zu 23 Stimmen zu. Mit Ausnahme der SVP sprachen sich alle Fraktionen ohne Vorbehalte für den Betriebsbeitrag aus. Der Legionärspfad Vindonissa wurde als "unverzichtbarer Bestandteil" des Kulturkantons und als "kulturelles Juwel" bezeichnet. Bisher wurde der Erlebnispfad als Pilotprojekt betrieben.

Der 2009 eröffnete Legionärspfad gehört heute zu den ausstrahlungs- und publikumswirksamsten Kulturinstitutionen im Aargau, wie es in der Botschaft des Regierungsrats heisst. Er habe sich als einer der wichtigsten Vermittlungsorte zur römischen Geschichte und Kultur in der Schweiz etabliert.

In den neuen Saisons, die jeweils von April bis Oktober dauern, besuchten bislang 300'000 Personen die Angebote auf dem Areal des ehemaligen Legionslager.

Weil die Finanzierung aus dem Swisslos-Fonds Ende 2019 ausläuft, schlug der Regierungsrat vor, den Legionärspfad dauerhaft als Standort des Museums Aargau und damit künftig über die ordentliche Staatsrechnung zu führen. Der Nettoaufwand für den Betrieb beträgt 680'000 Franken pro Jahr.

In Vindonissa - heute Windisch - hatten sich einst 6000 Legionäre auf ihre Einsätze vorbereitet. Der römische Kaiser persönlich war ihr Auftraggeber. Der Legionärspfad versetzt die Besucher spielerisch ins damalige Leben der Legionäre und hohen Offiziere.

Gezeigt werden Szenen anhand von Fundstätten, beispielsweise eine Offiziersküche mit Bildern und Gesprächen eines opulenten Festmahls, die mit Licht und Düften belebte Ruine der römischen Therme oder die einzige bis heute funktionierende römische Wasserleitung nördlich der Alpen. (sda)