Als ein wichtiger Teil der aargauischen Volkswirtschaft trägt die Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit und zur Gestaltung unserer Kulturlandschaft bei. Das Departement für Finanzen und Ressourcen des Kanton Aargaus präsentiert in einem Flyer die wichtigen Zahlen und Fakten zur Aargauer Landwirtschaft und zur kantonalen Agrarpolitik.

Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) wurden im Jahr 2012 3’594 Landwirtschaftsbetriebe im Kanton Aargau gezählt, verglichen mit 3’738 Betrieben im Jahr 2010. Von diesen 3’594 Betrieben im Jahr 2012 erhalten 2’741 bzw. 76,2 Prozent Direktzahlungen.

Viele Nebenerwerbsbetriebe

Der unter dem schweizerischen Durchschnitt liegende Rückgang (-4,2 Prozent) der Aargauer Betriebe erklärt sich in erster Linie durch den mit rund 40 Prozent überdurchschnittlich hohen Anteil an Nebenerwerbsbetrieben im Kanton Aargau, verglichen mit knapp 30 Prozent schweizweit.

Die relative Stärke der Aargauer Landwirtschaft zeigt sich in der überdurchschnittlichen Zunahme grosser Betriebe. Die über 30 Hektar grossen Landwirtschaftsbetriebe im Aargau nahmen innert Jahresfrist um 4,3 Prozent auf 563 im Jahr 2012 zu, verglichen mit einem Anstieg von nur 2,9 Prozent in der ganzen Schweiz.

Weniger Arbeitskräfte

Parallel zum Betriebsrückgang verringerte sich die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft. Sie betrug 2012 im Kanton Aargau noch 10’418. Dies entspricht gegenüber 2010 (10’771) einer Abnahme um 353 Arbeitskräfte (3,3 Prozent).

700 Fussballfelder weniger Nutzfläche von 2010 bis 2012

Das Kulturland ist im Kanton Aargau als Folge des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums nach wie vor einem grossen Druck ausgesetzt. So verminderte sich die landwirtschaftliche Nutzfläche von 61’945 Hektar im Jahr 2010 um über 500 Hektar – dies entspricht rund 700 Fussballfelder – auf 61’433 Hektar im Jahr 2012.

Noch im Jahr 2000 hatte sie rund 62’600 Hektar betragen. Dennoch ergibt sich eine Zunahme der durchschnittlich pro Landwirtschaftsbetrieb bewirtschafteten Fläche von 16,4 Hektar 2010 auf 17,1 Hektar im Berichtsjahr 2012.

Der längerfristige Trend hin zu einer Konzentration von Landwirtschaftsland auf immer weniger Betriebe wird dadurch bestätigt.

Vielseitige Aargauer Landwirtschaft

Die aargauische Landwirtschaft zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit und eine ausgesprochen breite Produktionspalette aus. Es werden Ackerbau, Viehhaltung, Gemüse-, Obst- und Weinbau sowie zahlreiche Nischenproduktionen betrieben. Die Betriebsleiterfamilien erweisen sich als anpassungsfähig und flexibel. Sie passen sich veränderten Rahmenbedingungen schnell an und reagieren auf Signale des Marktes.

Im Rahmen der kantonalen Agrarpolitik werden – gestützt auf die Kantonsverfassung – eine leistungsfähige, nachhaltig produzierende und auf die Versorgungssicherheit ausgerichtete Landwirtschaft gefördert sowie Massnahmen zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Pflege der Kulturlandschaft ergriffen.