Jäger
Aargauer Jäger fordern ein Moratorium für Fuchsbau-Übungsanlagen

Der Aargauische Jagdschutzverein spricht sich dafür aus, dass vorerst keine sogenannten Fuchsbau-Trainingsanlagen gebaut werden würden. Es sei eine politische Diskussion zum Thema nötig, heisst es von Verbandsseite.

Drucken
Teilen
Bei der Jagd treiben die Hunde die Füchse aus ihrem Bau (Symbolbild)

Bei der Jagd treiben die Hunde die Füchse aus ihrem Bau (Symbolbild)

Keystone

Vergangenen Oktober wurde publik, dass in Wettingen ein künstlicher Fuchsbau erstellt werden soll - als Ausbildungsanlage für Hunde, die darin einen Fuchs jagen (die az berichtete). Da Füchse sich im Bau verkriechen, sollten die Hunde lernen, sie hinaus zu treiben. Ein Direktkontakt oder gar Kampf sollte dank Trennwand in der 127 Quadratmeter grossen Anlage allerdings nicht möglich sein.

Trotzdem liefen Tierschützer Sturm gegen das Vorhaben: Für sie ist eine solche Anlage Tierquälerei. Die Aargauer Jäger begrüssten dagegen das Vorhaben. Peter Widmer, beim Verein Fachmann für Jagdhunde und Beauftragter für das Hundewesen im Aargauischen Jagdschutzverein, verwies damals gegenüber der az darauf, dass in der Schweiz «zurzeit fast keine derartigen Ausbildungsmöglichkeiten» bestünden.

Nun hat scheinbar ein Umdenken stattgefunden: Der Aargauische Jagdschutzverein fordere ein Moratorium für diese Schliefanlagen, wie das Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF berichtet. Eine Fuchsjagd-Anlage, wie sie in Wettingen geplant war, soll es vorläufig nicht geben, sagt Thomas Laube, Vizepräsident des Aargauischen Jagdschutzvereins. «Zumindest soll vor dem Bau einer solchen Anlage eine politische Diskussion stattfinden.»

Thomas Laube begründet das Umdenken damit, dass man die Fuchsbestände auch vom Hochsitz aus in den Griff bekommen könne. Das Problem liege darin, dass die Bestimmungen der Jagdhundezüchter nach wie vor das Fuchsbau-Training fordern würden. «Es ist deshalb eher ein jagdkynologisches Problem», sagt er.

Die Wettinger Anlage ist bereits zum Papiertiger geworden. Kanton und die Gemeinde Wettingen lehnten das Baugesuch ab, weil sie nicht zonenkonform war. (pz)

Aktuelle Nachrichten