Augenzeuge

Aargauer in Nizza: «Ich realisierte dann, dass ich ziemlich nahe am Attentat vorbeischrammte»

Skype-Interview mit Patrick Grütter, der während des Anschlags in Nizza war.

Skype-Interview mit Patrick Grütter, der während des Anschlags in Nizza war.

Patrick Grütter aus Sins im Freiamt erlebte das Attentat in Nizza aus nächster Nähe. Tele M1 konnte mit ihm via Skype reden am Freitagmorgen.

Hier gehts zum Live-Ticker.

Der Aargauer Patrick Grütter hielt sich während des Attentats von Nizza an der «Promenade des Anglais» auf und erlebte die Szenen nach der tödlichen LKW-Fahrt des 31-jährigen Tunesiers.

Grütter: «Ich habe das Feuerwerk genossen und bin danach zügig Richtung Altstadt und nach Hause. Auf dem Weg wurde ich dann darauf aufmerksam gemacht, dass viele Menschen auf mich zuspringen. Ich wusste erst gar nicht, was los war. Mir wurde dann gesagt, dass es eine Schiesserei gab.»

Grütter rennt ebenfalls – «um irgendwelche Häuser in Nizza». Erst später erfährt der Aargauer, dass es ein Attentat gab, dann kam die Angst. «Ich realisierte dann, dass ich etwas Schlimmes erlebte und wohl ziemlich nahe an einem Attentat vorbeischrammte.»

Inmitten der Stadt zu wohnen habe ihm geholfen, möglichst schnell in Sicherheit zu kommen, da er nur einen Heimweg von rund fünf Minuten zu absolvieren hatte. «Ich war ziemlich früh von der Promenade weggegangen. Hätte ich das nicht getan, wäre ich wohl in dieser grossen Menschenmenge geblieben.»

Geschlafen hat Grütter überhaupt nicht gut, vielmehr setzte er sich nachts zu Hause mit den Medien auseinander, währenddem er immer wieder Sirenen hörte. Ausserdem brauchte er zum ersten Mal nachts eine Decke, weil er fror – wohl wegen eines Schocks, wie er selbst vermutet.

Grütter glaubt, dass es nun noch Tage dauern wird, bis Nizza seinen Alltag wieder hat. Um 7 Uhr seien die Gassen leer gewesen, erst gegen 10 Uhr erwachte Nizza von der Horrornacht.

Hier gehts zur Sondersendung von Tele Züri und Tele M1.

Chantal Müller landete heute morgen in Zürich, zurück aus Nizza. Sie schildert, wie hilflos sie war und wie sie sich versteckte, als der Lastwagen durch die Menge raste.

Chantal Müller am Flughafen Zürich: Sie war an der Promenade in Nizza, als der Lastwagen in die Menschenmenge fuhr.

Chantale Müller am Flughafen Zürich: Sie war an der Promenade in Nizza, als der Lastwagen in die Menschenmenge fuhr.

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