Fricker-Nachfolger
Aargauer Grüne wählen Daniel Hölzle zum neuen Präsidenten

Daniel Hölzle steht mit der Wahl vom Dienstagabend neu an der Spitze der Aargauer Grünen. Er ist sich sicher: Die Grünen haben gute Chancen, bei den Wahlen im Herbst zuzulegen.

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Daniel Hölzle.

Daniel Hölzle.

Sandra Ardizzone

Kurz vor 22 Uhr am Dienstagabend war es offiziell: Die Mitgliederversammlung der Grünen in Wettingen wählte Daniel Hölzle mit grossem Applaus zum neuen Parteipräsidenten.

Sein Vorgänger Jonas Fricker bezeichnete ihn als innovativen, dynamischen Typ mit Power und wünschte ihm viel Glück und Mut im neuen Amt.

Hölzle gab sich überzeugt, dass die Grünen gute Chancen haben, bei den Wahlen im Herbst zuzulegen. «Im September kommen gleich zwei Initiativen zur Abstimmung, die uns Schub geben können: jene für eine grüne Wirtschaft und jene für den Atomausstieg», sagte der neue Präsident.

Im eigentlichen Wahlkampf will die Partei auf einen einfachen Slogan nach dem Muster «Lieber..., als...» setzen. «Das wird sicher provokativer werden als frühere Kampagnen, zudem ist es wichtig, dass wir zu den Leuten auf die Strasse gehen.»

Vor der Präsidentenwahl fassten die Grünen ihre Parolen für die Abstimmungen vom 5. Juni. Ein einstimmiges Nein gab es zur Abschaffung der Grundbuchabgabe im Aargau, einstimmig Ja sagten die Mitglieder zum Kinderbetreuungsgesetz und zur Initiative, die ein weitergehendes Engagement für Krippen verlangt.

Bei den nationalen Vorlagen ist das Bild weniger einheitlich. Nach langer Diskussion fassten die Grünen mit 26 zu 11 die Ja-Parole zum bedingungslosen Grundeinkommen. Stimmfreigabe beschloss die Partei auf Antrag von Daniel Hölzle zum Fortpflanzungsmedizingesetz.

Anders als die Jungen Grünen Aargau empfiehlt die Mutterpartei ein Ja zur Asylgesetzrevision, die schnellere Verfahren bringen soll. Deutlich Nein sagen die Grünen zur Pro-Service-Public- und zur Milchkuh-Initiative. (fh)