Gesundheitskosten
Aargauer Grüne fordern: Notfallpatienten sollen im Spital eine Eintrittsgebühr bezahlen

Die Fraktion der Grünen wird in der Grossratssitzung am Dienstag zwei Vorstösse einreichen. Die Partei möchte die Gesundheitskosten senken und prangert Patienten an, die immer häufiger wegen «Bagatellen» die Notfallstationen aufsuchen.

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Statt zum Hausarzt gehen viele Menschen direkt ins Spital. Dies verursacht hohe Gesundsheitkosten. (Symbolbild)

Statt zum Hausarzt gehen viele Menschen direkt ins Spital. Dies verursacht hohe Gesundsheitkosten. (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

Die Grüne-Fraktion des Kantons Aargau prescht in der Spardebatte mit zwei Vorstössen vor. Die Partei wird an der Grossratssitzung vom kommenden Dienstag zwei gesundheitspolitische Vorstösse einreichen, wie sie in einer Medienmitteilung am Freitag schreibt.

Der erste Vorstoss nimmt die Notfallpatienten ins Visier. Die Notfallstationen würden zunehmend für Bagatellen und Begehrlichkeiten «missbraucht» werden. Dabei werde «das Portemonnaie nicht etwa zum Bezahlen der Behandlung aus dem Sack genommen, sondern nur um die Krankenkassenkarte vorzuweisen.»

Die Partei möchte dieses «Ambiente eines Gratis-Supermarktes» korrigieren. Sie schlägt vor, dass die Notfallpatienten in Zukunft eine Eintrittsgebühr bar bezahlen müssen, bevor sie behandelt werden.

Das zweite Anliegen betrifft die Kantonsspitäler in Aarau und Baden. Sie sollen von "ihrer Konkurrenzsituation wegkommen" und besser zusammenarbeiten. Das Wettrüsten dieser beiden Häuser koste viel Geld und erzeuge Doppelspurigkeiten und Überschneidungen. (nim)