Die Grünen haben am Parteitag am Dienstagabend den Rücktritt von Nationalrat Jonas Fricker diskutiert. Jonas Fricker trat zurück, nachdem er vor drei Wochen im Nationalrat den Transport von Schweinen mit der Deportation von Juden verglichen. Die Aargauer Grünen setzten darauf hin die Diskussion des Falls auf die Traktandenliste. Diese fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Jonas Frickers Votum im Nationalrat zur Fair-Food-Initiative, 28.9.2017

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«Diese Diskussion hat für uns als Partei eine grosse Wichtigkeit», schrieb Grünen-Präsident Daniel Hölzle vor dem Parteitag. Die Debatte werde aus verständlichen Gründen nur offen geführt, wenn die Parteimitglieder unter sich seien. Aus diesem Grund habe der Vorstand beschlossen, diese Versammlung ausnahmsweise unter Ausschluss der Medien durchzuführen.

War Jonas Fricker ein Bauernopfer?

War Jonas Fricker ein Bauernopfer?

Der Rücktritt von Jonas Fricker als Nationalrat gibt weiterhin zu reden. Hat er richtig gehandelt, überreagiert oder ist er gar ein Bauernopfer?

Es habe eine offene Diskussion stattgefunden, sagt Parteipräsident Daniel Hölzle am Tag danach. «Wir haben eine Auslegeordnung gemacht.» Es seien aber keine Beschlüsse gefallen. Deshalb gebe es nichts nach aussen zu kommunizieren. «Das sind Interna», so Hölzle. Klar ist: Nicht alle Parteimitglieder waren für einen Rücktritt. Vorstandsmitglied Christian Keller etwa hat sich kurz nach dem Fall klar dagegen ausgesprochen. (az/nla)

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