Wohnbauförderung
Aargauer Familie zieht ins beschauliche Bergdorf Albinen – und erhält 70'000 Franken

Auf den ersten September wird eine Aargauer Familie nach Albinen im Wallis ziehen. Durch die im Bergdorf eingeführte Wohnbauförderung erhält sie dafür 70'000 Franken.

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Das Oberwalliser Dorf Albinen lockt Neuzuzüger mit finanziellen Anreizen an – eine Familie aus dem Aargau ist als erstes dran.

Das Oberwalliser Dorf Albinen lockt Neuzuzüger mit finanziellen Anreizen an – eine Familie aus dem Aargau ist als erstes dran.

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Um die Abwanderung in ihrem beschaulichen Dorf zu bekämpfen, lockt die Walliser Gemeinde Albinen mit einem Wohnbauförderungsprojekt. Zuzügler erhalten dabei eine grosszügige Geldsumme. Eine Aargauer Familie profitiert als erstes von diesem Angebot und erhält für ihren Umzug ins beschauliche Bergdorf 70'000 Franken.

Das Projekt der Gemeinde Albinen hatte für Schlagzeilen und grosse Aufmerksamkeit gesorgt (die AZ berichtete). Auch die Familie aus dem Aargau erfuhr so von dem neuen Gemeindereglement und entschloss sich, mit dem Wunsch nach einem naturnahen Zuhause nach Albinen zu ziehen, wie der «Walliser Bote» berichtete. Sie kauft dort ein bestehendes Haus.

«Wir freuen uns auf die Familie», sagte der Gemeindepräsident Beat Jost gegenüber der Zeitung. Das Paar, welches im Juli sein zweites Kind erwartet, wird sich am 1. September im Dorf neu einrichten.

70'000 Franken nicht ohne Bedingungen

Mit dem Umzug der Familie wurde auch das erste Gesuch im Rahmen des Wohnbauförderungsprojekts bewilligt. Laut dem geltenden Reglement werden dabei 50'000 Franken pro Paar und jeweils 10'000 für ein Kind gezahlt. So erhält die Familie ganze 70'000 Franken.

Allerdings ist der grosszügige Geldsegen von Albinen auch an einige Bedingungen gebunden. Wenn die Aargauer nicht mindestens zehn Jahre im Bergdorf bleiben, müssen sie das Geld der Gemeinde zurückzahlen. (cki)