Debatte

Aargauer Fahrlehrer wirbelt Staub auf – welche Autofahrer sind die schlimmsten?

Welche sind wirklich die schlimmsten Autofahrer?

80 Prozent der Audi-Fahrer sind laut dem Fahrlehrer Andi Huber Machos. Fakt oder Vorurteil? Tele M1 hat nachgefragt.

Der Zofinger Fahrlehrer Andy Hofer bezeichnet einen Grossteil der Audi-Fahrer als Machos. Bei einer Umfrage mehrerer Autofahrer in der Region stellt sich heraus, dass Sportwagenbesitzer generell einen schlechten Ruf besitzen. Eine Studie aus Deutschland bestätigt dies.

«80 Prozent aller Audi-Fahrer sind Machos». Mit dieser Aussage sorgte der Fahrlehrer Andy Hofer (69) für Furore. Im Gespräch mit Tele M1 erklärt der Zofinger Fahrlehrer die Hintergründe zu dieser Aussage: «Wenn man im Rückspiegel einen Audi sieht, dann muss man halt einfach Platz machen. Man muss Respekt vor den Leuten und dem Auto haben. Man muss kuschen, Platz machen. Dann hat man keinen Ärger.»

Autofahrer in der Region sehen das Problem nicht nur bei Audi-Fahrern, sondern allgemein bei Sportwagenbesitzern. «Solche Fahrer fallen oftmals im Stau auf. Sie fahren dann bis ganz nach vorne und versuchen dann sich irgendwie reinzudrücken», empört sich Rolf Braunschweiler, Lastwagenchauffeur aus Hausen, gegenüber dem Regionalsender. «Dann muss man immer voll auf die Bremse treten.»

Auch Helga Glaser aus Herznach sieht Sportwagenbesitzer als Problemgruppe: «Man merkt, dass Sportwagen mit jungen Männern am Steuer oftmals ein bisschen zu schnell fahren und auch gerne drängeln.»

Das sagt eine Studie

Lassen Automarken auf die Fahrweise der Lenker schliessen? Eine Studie der Unternehmensberater Progenium bestätigt dies. In der Studie wurde untersucht, welches Image den einzelnen Automarken anhaftet. 

Einen ganz schlechten Ruf haben die Lenker von Premiummarken wie Porsche, Jaguar oder Ferrari, diese werden als «spiessig», «ernst», «nicht umweltbewusst» und natürlich «männlich» abgestempelt. Im Hochpreissegment besetzen einzig die Fahrer von Tesla ein positives Image: Zwar werden auch Tesla-Besitzer vornehmlich als männlich und von «hohem beruflichem Status» wahrgenommen, doch gelten sie auch als «überdurchschnittlich weltoffen, sportlich, attraktiv und umweltbewusst.» 

Audi-Fahrer gelten laut Studie als sportliche, attraktive Draufgänger, Citroën-Lenker sind eher unsportliche Frohnaturen. Mercedes-Fahrer würden «das Bild des Allväterlichen und wenig Sympathischen nicht los». Ein Grossteil der Befragten hält zudem BMW-Fahrer für «sportlich mit einem Zug zur Arroganz.»

Im mittleren Preissegment liegen die Automarken wie Volkswagen. Dessen Fahrer werden als spiessig, aber trotz des Dieselskandals als überdurchschnittlich umweltbewusst angesehen. Sehr gut steht Toyota da. Fahrer dieser Marke werden als besonders umweltfreundlich angesehen und erhalten gute Noten zu «Weltoffenheit», «Bescheidenheit» und «Fröhlichkeit». Weniger rosig sieht es dagegen für Opel aus: Als «dick», «ernst» und «unattraktiv» gelten dessen Fahrer. 

Als «Low Budget» werden Automarken wie Dacia, Seat, Fiat und Peugeot angesehen. Die Fahrer solcher Autos gelten allesamt als eher weltoffen, fröhlich und bescheiden.

Interessant ist zudem, dass in den 20 untersuchten Marken in 73 Prozent der Fälle Männer hinter dem Steuer vermutet werden. Lediglich Mini, Smart, Fiat, Seat und Peugeot gelten als Automarken, welche mehrheitlich von Frauen bedient werden. Grundsätzlich schneiden die «weiblichen» Marken in den Kategorien «weltoffen vs. spiessig» und «fröhlich vs. ernst» besser ab.

Hier können Sie die zusammengefassten Resultate der Studie nachsehen:

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Dass Audi-Fahrer doch kein Rüpel und Machos sind, findet Benjamin Stahel, Verkaufsberater bei der Garage E. Baschnagel: «Audi-Fahrer sind eher erwachsene Kunden, da diese Autos sich im höheren Preissegment befinden, was sich nicht jeder leisten kann. Daher würden wir Audi-Fahrer eher als vernünftige Menschen betiteln. (hap)

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