Der Beschwerdenführer A. erlitt 1995 bei einem Verkehrsunfall ein Schädel-Hirn-Trauma. In Folge dessen erhielt er vom 1. Juli 1996 bis zum 30. November desselben Jahres eine ganze Invalidenrente, danach noch eine halbe.

Im Jahr 2002 zog A. aus dem Aargau nach Chile, daher war nicht mehr die IV-Stelle des Kantons, sondern jene für Versicherte im Ausland zuständig. 2004 sprach diese dem Aargauer anstelle einer halben eine Dreiviertelrente zu, da er einen Invaliditätsgrad von 60 Prozent aufwies.

Medizinische und erwerbliche Abklärungen ein Jahr später ergaben allerdings, dass die Invalidenrente des Aargauer Auswanderers aufgehoben werden sollte. Doch das akzeptierte A. nicht. Er wollte seine IV-Rente zurück und reichte Beschwerde ein. Vorerst ohne Erfolg: Das Bundesverwaltungsgericht lehnte diese ab.

Eine Million Pesos

«Das Bundesverwaltungsgericht hat die Frage, ob eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation eingetreten und aus diesem Grund die Invalidenrente aufzuheben sei, zufolge einer erheblichen Änderung der Erwerbssituation offen gelassen». Deswegen habe man auch auf eine medizinische Abklärung verzichtet – auch auf die unterschiedlichen Angaben verschiedener Ärzte ging man nicht weiter ein.

A. habe in Chile, mit seiner Rente, ein monatliches Einkommen von einer Million chilenischen Pesos gehabt. Umgerechnet entspricht dies etwas mehr als 1530 Franken. Mit seinem Job als Geschäftsführer eines Nutzfahrzeugsverkaufs verdiente er 645'430 Chilenische Pesos pro Monat,umgerechnet 988 Schweizer Franken. Zudem sei der Lohn von Januar 2011 bis September 2013 immer weiter gestiegen – diese Einkommensentwicklung gebe Anlass zur Aufhebung der IV-Rente.

Doch der Aargauer argumentiert damit, dass sein Einkommen sogar unter dem Durchschnittslohn in Chile läge. Gegen die geänderten Verhältnisse in der gesundheitlichen Hinsicht wehrt sich A. nicht, sondern gegen den Einkommensvergleich und die Höhe der vom Bundesverwaltungsgericht festgelegten hypothetischen Vergleichseinkommen. Deshalb gelangte der Auslandschweizer schliesslich ans Bundesgericht.

Argumente treffen nicht zu

«Dass der Einkommensvergleich, der zur Zusprechung einer Invalidenrente geführt hat, nicht auf den massgebenden Zahlen beruht hat, ist bekannt», schreibt das Bundesgericht im nun vorliegenden Urteil. Das ursprüngliche Valideneinkommen basiere noch auf den Schweizer Löhnen – das Invalideneinkommen jedoch auf chilenischen. Dies begründe keinen Anspruch darauf, dass bei der Rentenrevision in ebenso unzutreffender Weise verfahren werde.

Das Bundesverwaltungsgericht habe bei den Vergleicheinkommen chilenische Löhne in der Landeswährung herangezogen, betont das Bundesgericht. Damit treffe das Argument «das Valideneinkommen werde bei Eintritt der Invalidität hypothetisch festgesetzt und spätere Änderungen seien grundsätzlich nicht mehr vorzunehmen» nicht mehr zu.

Das Bundesgericht hat die Beschwerde von A. deshalb abgewiesen. Ihm wurden die Gerichtskosten von 800 Franken auferlegt. Der in Chile lebende Aargauer wird auch weiterhin keine Invalidenrente erhalten.