Feuer

Aargauer dürfen im Wald wieder bräteln: Kanton hebt Feuerverbot auf

Seit über einem Monat dürfen die Aargauer kein Feuer im Wald und an Waldrändern entfachen. Nun hebt der Kanton das Feuerungsverbot wieder auf. Dennoch: Die Waldbrandgefahr im Aargau bleibt in weiten Teilen erheblich. Das Wasserentnahmeverbot bleibt.

Einen Tag nach dem Kanton Solothurn zieht jetzt auch der Aargau nach: Die Behörden heben das Feuerungsverbot im Wald und an Waldrändern auf. Die Aargauer dürfen im Wald wieder grillieren. 

«Niederschläge und tiefere Temperaturen haben zu einer leichten Entspannung der Lage geführt», schreiben der Kantonale Führungsstab, die Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt sowie die Aargauische Gebäudeversicherung in einer gemeinsamen Mitteilung. 

Dennoch: In weiten Teilen des Kantons besteht weiterhin eine erhebliche Waldbrandgefahr. 

«Der August lieferte bisher im Kanton Aargau deutlich unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen», schreibt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz. Je nach Messstandorten habe es zwischen knapp 20 und 40 Prozent der normalen August-Niederschlagsmengen gegeben. 

Deshalb bleibt das Wasserentnahmeverbot für die Bünz und die Sissle sowie deren Zuflüsse und den Wissenbach bei Merenschwand weiterhin bestehen. «Der Regen war nicht wirkungsvoll genug», sagt Peter Berner von der Abteilung Landschaft und Gewässer. 

Derzeit ist die Wasserentnahme aus der Sissle und der Bünz inklusive all ihrer Zuflüsse sowie aus dem Wissenbach verboten. Die Pegel von Surb, Wyna, Magdenbach und Ruederche sind auf einem kritisch-tiefen Stand.

Derzeit ist die Wasserentnahme aus der Sissle und der Bünz inklusive all ihrer Zuflüsse sowie aus dem Wissenbach verboten. Die Pegel von Surb, Wyna, Magdenbach und Ruederche sind auf einem kritisch-tiefen Stand.

«Es braucht während mehrerer Tage regelmässigen Regen. Denn zuerst müssen die Quellgebiete wieder gespeist werden.» Weiterhin auf einem kritischen Stand sind auch die Pegel der Surb, des Magdenbaches, der Wyna und der Ruederche. Ein Wasserentnahmeverbot für diese Bäche haben die Behörden aber noch nicht ausgesprochen. 

Die Behörden rufen aufgrund der anhaltenden Trockenheit die Bevölkerung erneut dazu auf, folgende Vorsichtsmassnahmen auch nach dem Ende des Feuerverbots strikte einzuhalten:

• Keine brennenden Raucherwaren und Zündhölzer wegwerfen

• Im Wald nur in festen Feuerstellen feuern

• Feuer nie unbeaufsichtigt lassen und bei starkem Wind und/oder Funkenflug sofort löschen

• Feuer immer vor Verlassen der Feuerstelle löschen und sich versichern, dass das Feuer auch tatsächlich erloschen ist

• Kein Abbrennen von Schlagabraum im Wald

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