NAB-Award
«Aargauer des Jahres»: Das sind die drei Finalisten

Fast 10 000 Aargauerinnen und Aargauer haben sich an der Wahl beteiligt und darüber entschieden, wer ins Finale für den NAB Award einzieht. Einer dieser drei Kandidaten wird «Aargauer/in des Jahres 2016».

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Stehen im Final für den NAB-Award 2016 (v.l.): Marit Neukomm, Pepe Lienhard und Corinna Hauri.

Stehen im Final für den NAB-Award 2016 (v.l.): Marit Neukomm, Pepe Lienhard und Corinna Hauri.

Zur Verfügung gestellt

Corinna Hauri

  • Corinna Hauri – Pfadiname Kim – vertrat während drei Jahren als Präsidentin des Europakomitees der «World Association of Girl Guides and Girl Scouts» die Interessen von 1,2 Millionen Pfadfinderinnen in 39 Ländern. Dafür arbeitete sie ehrenamtlich bis zu 70 Stunden pro Monat. Im vergangenen Juni endete ihre Amtszeit.
Die Ennetbadnerin Corinna Hauri war für drei Jahre die höchste Pfadfinderin Europas.

Die Ennetbadnerin Corinna Hauri war für drei Jahre die höchste Pfadfinderin Europas.

Alex Spichale

Als höchste Pfaderin Europas und Mitglied der Pfadi-Weltleitung leitete Corinna Hauri im letzten Juni die Europakonferenz mit 550 Delegierten. Das Treffen in Norwegen war die Krönung ihrer sechsjährigen Vorstandsarbeit, die letzten drei Jahre als Präsidentin. Corinna Hauri trat als Siebenjährige der Badener Pfadi Baregg bei. Als 19-Jährige leitete sie Lager mit 50 Kindern und mit 25 war sie Co-Leiterin des Kantonallagers der Pfadi Aargau. Danach wurde Corinna Hauri Mitglied der Bundesleitung der Pfadibewegung Schweiz. «Von solchen Erfahrungen profitiert man ein ganzes Leben.» Ihr Ehrenamt brachte auch viel Arbeit: Pro Monat kamen bis zu 70 Stunden zusammen und mindestens ein Wochenende war sie im Ausland. Dazu erhielt sie bis zu 50 E-Mails pro Tag.

Marit Neukomm

  • Marit Neukomm reiste mehrmals als freiwillige Helferin nach Idomeni und Lesbos, um verzweifelten Flüchtlingen zu helfen. Momentan sammelt sie mit ihrer selbst gegründeten Hilfsorganisation Geld für eine dringend benötigte mobile Zahnarztklinik.
Marit Neukomm aus Oberentfelden ist die Gründerin einer Flüchtlings-Hilfsorganisation.

Marit Neukomm aus Oberentfelden ist die Gründerin einer Flüchtlings-Hilfsorganisation.

Roland Schmid

Alles begann, nachdem Marit Neukomm mit einem Konvoi in Ungarn Kleiderspenden an Flüchtlinge verteilt hatte. Wieder Zuhause startete sie einen Spendenaufruf auf Facebook für Kleider und Schuhe für die Flüchtlinge auf der Balkanroute. Dank ihrem Aufruf stapelten sich bald rund drei Tonnen Hilfsgüter in Oberentfelden. Um zu helfen, gründete sie die Hilfsorganisation «Volunteers for Humanity» und sammelte Geld für die Nothilfe vor Ort. Derzeit organisierte sie vor allem Hilfe aus der Schweiz. Dazu gehören eine Winterkleidersammlung und die Koordination von Hilfseinsätzen von Freiwilligen. Sehr wichtig ist Marit Neukomm auch die Finanzierung einer mobilen Zahnarztklinik, um die Flüchtlinge in den Lagern medizinisch zu betreuen. Momentan ist sie mit ihrer Organisation daran, die rund 50'000 Franken dafür zu sammeln.

Pepe Lienhard

  • Im März wurde der Unterhaltungsmusiker Pepe Lienhard 70 Jahre alt. Mit seiner Big Band begleitete er fast vierzig Jahre lang seinen Freund Udo Jürgens. Und er spielte mit Weltstars wie Frank Sinatra, Sammy Davies Jr. und Quincy Jones. Aufhören ist für ihn keine Option.

In einem Alter, wo die meisten von uns längst pensioniert sind, ist der Mann mit dem Saxofon und dem Piccolo so aktiv wie eh und je. Denkt er womöglich aber doch ans Aufhören? «Musiker zu sein ist ein Zustand, ein Lebensgefühl – da kannst du dich nicht pensionieren lassen. Und so lange die Gesundheit und das Publikum mitspielt, ist die Musik der grösste Spass, den ich mir vorstellen kann.» Darum ist er auch jetzt mit seiner Big Band unter dem Motto «Swing Live» auf Tournee. Neben vielen Höhepunkten seiner Karriere ist für Pepe Lienhard 2008 ein ganz grosser Traum in Erfüllung gegangen. Damals durfte er am Jazz-Festival in Montreux zusammen mit seinem Idol Quincy Jones den Abend zum 50. Jubiläum des Festivals mit seiner Big Band bestreiten. Ein Erlebnis, das Pepe Lienhard nie vergessen wird.

Live mitbestimmen auf Tele M1

Am Samstag, 19. November, wird im Rahmen einer festlichen Gala in der Umweltarena in Spreitenbach die Gewinnerin oder der Gewinner des NAB Award feierlich gewählt. Die Aargauer Bevölkerung kann via Telefon und SMS für einen der drei Finalisten abstimmen. Die Wahl wird ab 20.15 Uhr live auf Tele M1 übertragen. Wer von den Gala-Gästen und vom Tele M1-Fernsehpublikum am meisten Stimmen erhält, wird „Aargauer/in des Jahres 2016». Die Fernsehzuschauer und Gäste in der Umweltarena entscheiden je zur Hälfte, wer den begehrten NAB AWARD nach Hause nehmen darf. (az)