Asylunterkünfte
Aargauer Bauernverband will keine Asylbewerber beim Bildungszentrum Liebegg

Der Bauernverband Aargau wehrt sich dagegen, dass auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Bildungszentrums Liebegg in Gränichen AG eine Asylunterkunft für 60 Personen eingerichtet wird.

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Hier, in der landwirtschaftlichen Schule Liebegg, will der Kanton 60 Asylsuchende unterbringen.Annika Bütschi

Hier, in der landwirtschaftlichen Schule Liebegg, will der Kanton 60 Asylsuchende unterbringen.Annika Bütschi

Annika Bütschi

Als Betreiber befürchtet der Bauernverband Aargau (BVA) Konfliktpotenzial und einen Imageschaden. Der BVA habe zwar Verständnis für die schwierige Lage des Kantons auf der Suche nach geeigneten Asylunterkünften.

Der Standort beim landwirtschaftlichen Bildungszentrum sei aber eine der denkbar schlechtesten Möglichkeiten für die Unterbringung von 60 jungen männlichen Asylbewerbern, heisst es in einer BVA-Mitteilung vom Montag.

Stossend für den Bauernverband ist die unmittelbare Nähe der unterirdischen Unterkunft zur Schule. Der Eingang zur Anlage befinde sich mitten im Schulareal.

Die Aussenplätze um den Eingang würden für Übungen und Kurse gebraucht, schreibt der BVA.

Liebegg fürchtet um sein Image

Zudem werde man die Liebegg künftig mit der Unterbringung von Asylbewerbern verbinden, glaubt der BVA; dieser hat Angst, dass der Ruf der Schule darunter leiden würde, weil dieses Thema derart negativ belastet sei.

Die Liebegg stehe im Wettbewerb mit anderen Schulen und habe sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen gemacht. Der Bauernverband Aargau will diesen guten Namen erhalten und prüft darum Möglichkeiten, wie die geplante Asylunterkunft bei der Liebegg verhindert werden könnte.

Der Kanton Aargau hatte vor zwei Wochen bekannt gegeben, dass er 60 Asylsuchende temporär im militärischen Teil des Kommandopostens Liebegg einquartieren will. Ein entsprechendes Baugesuch soll noch diesen Monat eingereicht werden. Geplant ist zudem eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung.

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