Corona-Krise

Aargau zapft Notlager an: Lieferengpässe bei Schutzmasken

Aargau zapft Notlager an: Lieferengpässe bei Schutzmasken

Aargau zapft Notlager an: Lieferengpässe bei Schutzmasken

Nicht nur Desinfektionsmittel sind momentan Mangelware, sondern auch Schutzmasken. Aufgrund der hohen Nachfrage kommt es zu Lieferengpässen. Der Kanton Aargau muss deshalb nun bereits auf sein Notlager zurückgreifen.

Im Zeughaus in Aarau befindet sich ein Teil des kantonalen Notvorrats. Das dort gelagerte Material ist für das Gesundheitswesen oder den Bevölkerungsschutz gedacht. Der akute Mangel an Schutzmasken zwingt den Kanton nun allerdings zur Freigabe der Reserven.

«Zu kleinen Teilen hat man diese bereits angebraucht», sagte Dieter Wicki, Leiter des Bevölkerungsschutz AG, gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Er gab zu bedenken, dass die jetzige Situation nicht in wenigen Tagen vorbei sei. «Wir müssen unseren Materialbedarf für die nächsten sechs Monate planen.» Die Bevölkerung müsse sich allerdings keine Sorgen machen, dass der Kanton plötzlich keinen Notvorrat mehr habe.

Alkohol zum Desinfizieren

Dass derzeit kaum noch Desinfektionsmittel zu kaufen ist, sorgt in der Bevölkerung durchaus für Verunsicherung. Hier springen lokale Schnapsbrenner in die Bresche. In der Spezialitätenbrennerei Humbel in Stetten beispielsweise wird nun 70-prozentiger Alkohol produziert. Dieser sei zwar nur zum Desinfizieren und nicht zum Trinken gedacht, sagt Marc Rohner, Betriebsleiter der Brennerei Humbel, zu Tele M1. «Vielleicht ist es noch so etwas wie ein Geheimtipp. Aber eigentlich weiss man ja schon lang, dass Alkohol desinfizierend wirkt.»

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