Aargau
Aargau will die grössten Verkehrsprobleme im Osten angehen

Der Aargauer Regierungsrat will mit dem Agglomerationsprogramm Aargau-Ost den östlichen Kantonsteil funktionsfähiger machen. Insgesamt sollen 1,022 Milliarden Franken in Verkehrs- und Siedlungsmassnahmen investiert werden.

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Für das Projekt Busachse Ost/Schulhausplatz in Baden sind insgesamt 32 Millionen Franken vorgesehen.

Für das Projekt Busachse Ost/Schulhausplatz in Baden sind insgesamt 32 Millionen Franken vorgesehen.

Archiv/WAL

Das vom Regierungsrat verabschiedete Agglomerationsprogramm Verkehr und Siedlung Aargau-Ost ist das einzige, das ausschliesslich auf aargauischem Kantonsgebiet realisiert werden soll. Drei weitere Problemlösungsprogramme wurden mit den Nachbarkantonen Solothurn, Zürich und Basel ausgearbeitet. Bis Ende Juni 2012 werden sie fristgerecht beim Bundesamt für Raumentwicklung eingereicht.

Das Agglomerationsprogramm Aargau-Ost umfasst die Teilräume Baden, Brugg, Lenzburg, Mutschellen und Wohlen als funktionsfähigen und eigenständigen Raum im Metropolitanraum Zürich. Grundlage sind die kantonalen Raumkonzepte und Richtpläne sowie die regionalen Entwicklungskonzepte. Gegenüber dem Programm der ersten Generation wurde zum aktuellen Programm mit den Regionalplanungsverbänden auch ein Zukunftsbild 2030 erarbeitet.

Verkehrsprojekte in zwei Etappen

Im Gebiet des Agglomerationsprogramms Aargau-Ost liegen wichtige schweizerische Verkehrsachsen auf Strasse und Schiene. Die definierten Massnahmen sollen die wichtigsten Probleme wirkungsvoll beseitigen. Der Gesamtverkehr soll flüssiger werden.

Insgesamt umfasst das Agglomerationsprogramm Aargau-Ost in einer ersten Etappe Massnahmen in der Höhe von 206 Millionen Franken. Für den Umsetzungshorizont 2015 bis 2018 ist das Projekt Busachse Ost/Schulhausplatz in Baden mit Gesamtkosten von 32 Millionen Franken der grösste Brocken. Für die Aufwertung des Umsteigeknotens Bahn-Bus in Wohlen sollen 12 Millionen Franken investiert werden.

In der zweiten Etappe mit einem Umsetzungshorizont von 2019 bis 2022 sind Massnahmen in der Höhe von 816 Millionen Franken vorgesehen. Den Hauptteil davon beansprucht der Baldeggtunnel.

Entscheid fällt 2014 in Bern

Mit den Agglomerationsprogrammen werden die regionalen Anforderungen an die nationale Verkehrsinfrastruktur formuliert, wie sie im Sachplan Verkehr des Bundes dargestellt sind. Für die Kantone sind die Agglomerationsprogramme ein Führungsinstrument zur Weiterentwicklung der kantonalen Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftspolitik.

Nach der Einreichung wird der Bund die Agglomerationsprogramme beurteilen. Das Resultat der Prüfung durch das Bundesamt für Raumentwicklung wird voraussichtlich für Sommer 2013 erwartet. Defintiv entscheiden wird das Bundesparlament voraussichtlich erst 2014. (cm)