Weil die Kantone Aargau und Solothurn im Bereich der Kulturförderung und -vermittlung ähnliche Ziele verfolgen und bereits heute in einigen Projekten eine enge Zusammenarbeit pflegen, spannen die Kantone auch für die Architekturvermittlung zusammen. «Auf der Basis einer ähnlichen gesetzlichen Grundlage unterstützen beide Kantone auch die Bestrebungen zur aktiven Kulturvermittlungsarbeit an Schulen«, heisst es in einer Mitteilung vom Aargauer Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS).

Heute Donnerstagmorgen haben die beiden Bildungsdirektoren - der Aargauer Regierungsrat Alex Hürzeler vom BKS und der Solothurner Regierungsrat Klaus Fischer vom Departement für Bildung und Kultur - eine Zusammenarbeitsvereinbarung im Bereich der Architekturvermittlung an den Schulen beschlossen.

Nun müssen bis im November weitere Schritte vorgenommen werden, so dass die Umsetzungsentscheide in den beiden Kantonen gefällt und auch die Mittel aus dem Lotteriefonds gesprochen werden können, heisst es weiter.

Integration in verschiedene Programme

Im Kanton Aargau wird die Architekturvermittlung ins Programm «Kultur macht Schule» und im Kanton Solothurn in «Sokultur und Schule» integriert und verstärkt gepflegt werden. «Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass der Mensch zwar von Kindsbeinen an mit Architektur konfrontiert wird und mit und in ihr lebt, aber kaum über hinreichendes Wissen verfügt, um sich ein eigenes Bild machen zu können», wird in der Mitteilung begründet. Deshalb solle das nötige Wissen zur sinnvollen Umweltgestaltung so früh wie mögliche angeeignet werden.

Start im Januar 2014

Das neue Projekt sieht vor, die Architekturvermittlung möglichst einfach und ohne aufwändige Vorbereitungsarbeit seitens der Lehrperson in den Unterricht einzubinden. Das Thema soll im Sachunterricht, im Werken oder in der bildenden Kunst thematisch integriert werden.

Das Detailkonzept wird nun erstellt. Im Januar 2014 soll es dann in Aargauer und Solothurner Schulen lanciert werden.