Die Vereinbarung hat zum Ziel, den Lastenausgleich im Bereich der höheren Fachschulen (HF) zu regeln und den Studierenden den gleichberechtigten Zugang zu ausserkantonalen Bildungsangeboten zu ermöglichen. Sie ist seit 24. Oktober 2013 in Kraft, wobei die finanzwirksame Umsetzung per Schuljahr 2015/16 erfolgen wird. Auf diesen Zeitpunkt hin beantragte die Aargauer Kantonsregierung dem Grossen Rat denn auch den Beitritt des Kantons Aargau .

Der Aargau ist einer der fünf Kantone mit den schweizweit meisten Anbietern als auch Studierenden von HF-Lehrgängen. Würde der Aargau der Vereinbarung nicht beitreten, hätten zum einen alle Aargauer Studierenden an ausserkantonalen Lehrgängen deutliche Einschränkungen bezüglich Zulassungsbedingungen und massiv höhere Studiengebühren als Studierende aus Vereinbarungskantonen zu tragen. Durch die Ratifizierung würde die höhere Berufsbildung deutlich gestärkt, argumentierte die Regierung.

Bildungsdirektor Alex Hürzeler rannte damit im Rat offene Türen ein. Kritik setzte es aber ab, weil die Regierung einen Zusatzbericht hatte nachliefern müssen. Dies, weil die in der Botschaft der Regierung aufgeführten Kosten auf provisorischen Zahlen basiert hatten, die sich als deutlich zu tief herausgestellt haben. Statt der ursprünglich genannten jährlichen Mehrkosten von 864'000 Franken sind es nach den definitiven Tarifen 1,75 Millionen Franken.