Rekrutierungszentrum Windisch

Aargau soll für Verlagerung zahlen – Regierung will das aber mit Bund diskutieren

Die Kaserne Aarau wird auch in Zukunft militärisch genutzt. – Foto: az

Die Kaserne Aarau wird auch in Zukunft militärisch genutzt. – Foto: az

Der Aargau ist von der Schliessung von Waffenplätzen und militärischen Anlagen nur am Rande betroffen – das Rekrutierungszentrum Windisch soll in die Kaserne Aarau integriert werden. Die Regierung ist froh, dass der Aargau Militärstandort bleibt.

«Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS), wo auch die Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz angesiedelt ist, stellt mit Freude fest, dass der Militärstandort Aargau vom Bund in seiner Bedeutung anerkannt wird. Immerhin geht es dabei nicht zuletzt um eine nicht unerhebliche volkswirtschaftliche Wertschöpfung und um Arbeitsplätze», hielt Balz Bruder, persönlicher Mitarbeiter von Regierungsrätin Susanne Hochuli, auf Anfrage der Aargauer Zeitung fest.

Rekrutierungszentrum Windisch wird in Kaserne Aarau integriert

Rekrutierungszentrum Windisch wird in Kaserne Aarau integriert

Der Leiter Kommunikation beim DGS wies weiter darauf hin, dass es sich bei der Verlagerung des Rekrutierungszentrums Windisch in die Kaserne Aarau um eine innerkantonale Verschiebung handle. Dabei werde der Regierungsrat in seiner Stellungnahme zuhanden des Bundes mit Sicherheit eingehend prüfen, wie eine allfällige Umsetzung zu erfolgen habe, weil gewisse bauliche Anpassungen an die Infrastruktur vorgenommen werden müssten. Denn der Bund erwarte, dass der Kanton für die Finanzierung aufkomme. Darüber werde zu diskutieren sein.

Territorialregion 2 von Kriens nach Aarau

«Die ganze Weichenstellung muss vom Haupteigentümer Kanton auf jeden Fall unter verschiedenen Aspekten noch analysiert werden, doch für eine abschliessende Stellungnahme ist es zu früh», so Balz Bruder. Positiv sei immerhin die geplante Verlegung des Kommandos der Territorialregion 2 von Kriens nach Aarau. Zudem sei günstig zu werten, dass auch das Kompetenzzentrum Militärmusik erhalten bleibe.

Und der Schiessplatz Gehren?

Wie Bruder weiter ausführte, müsse nach dem geplanten Wegfall der Infanterie-Durchdiener-Rekrutenschule 14 in Aarau letztlich auch über die Zukunft des Waffenplatzes Gehren in Erlinsbach nachgedacht werden, «denn ein Rekrutierungszentrum benötigt keinen Schiessplatz», betonte er.

Und weiter: «Selbstverständlich wird auch eine mögliche künftige zivile Nutzung des Aarauer Kasernenareals zu diskutieren sein, wie dies die Standortgemeinde bereits getan hat. Dies im Bewusstsein, dass in den letzten Jahren einerseits erhebliche Investitionen getätigt wurden und andererseits aufgrund des lange erwarteten Richtungsentscheids weitere bisher aufgeschoben wurden.

Klar sei jedenfalls, dass weder der Kanton noch die Stadt Aarau Interesse an einer innerstädtischen Brache haben – dafür ist der Schild für die Stadtentwicklung viel zu zentral.» Nach Angaben von Balz Bruder gehört das Kasernenareal zu 80 Prozent dem Kanton und zu 20 Prozent dem Bund.

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