Notrufzentrale
Aargau plant kantonale Notrufzentrale für 39 Millionen Franken

Im Kanton Aargau sollen die drei Notrufzentralen zusammengelegt werden. Der Regierungsrat will gleichzeitig die Führungsinfrastruktur für die Kantonspolizei und für den kantonalen Führungsstab verbessern.

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Auf 2017 sollen die drei Notrufzentrallen zu einer zusammengelegt werden.

Auf 2017 sollen die drei Notrufzentrallen zu einer zusammengelegt werden.

Keystone

Mit der Zusammenlegung der drei Zentralen in einem Erweiterungsbau beim Polizeikommando Aarau sollen alle Notrufe voraussichtlich ab Mitte 2017 an einem Ort eingehen, wie es in der am Freitag veröffentlichten Botschaft des Regierungsrates heisst. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 38,7 Millionen Franken.

Damit könnten die Organisationen für Rettung und Sicherheit effizienter zusammenarbeiten und im Interesse der Hilfesuchenden Synergien optimal nutzen.

Immer mehr Notrufe

Die Zahl der Notrufe steige. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Anrufe um 11 Prozent pro Jahr zu. Jeden Tag werden rund 350 Anrufe registriert. Der Regierungsrat erwartet, dass 2018 bei der zentralen Notrufnummer mehr als 200'000 Anrufe pro Jahr eingehen werden.

Im Aargau bestehen derzeit drei Telefonzentralen für die Notrufnummern 112, 117, 118 und 144. Dahinter stehen die Einsatzzentrale im Polizeikommando in Aarau, die Verkehrsleitzentrale in Schafisheim und das Kantonsspital Aarau.

Zusammenarbeit mit Kanton Solothurn

Der Regierungsrat beantragt beim Parlament den Aufbau der kantonalen Notrufzentrale einen Kredit von 38,72 Millionen Franken. Hinzu kommen die Betriebskosten von 7,5 Millionen Franken pro Jahr. Die Kosten würden streng kontrolliert, heisst es in der Botschaft.

Geplant ist auch ein Ersatzstandort bei einem Ausfall der Notrufzentrale. Der Regierungsrat will dabei mit dem Kanton Solothurn zusammenarbeiten.