Der Kanton Aargau setzt grosse Hoffnungen in den Innovationspark beim Paul Scherrer Institut! Wird der Park definitiv in der Nähe des Paul Scherrer Instituts realisiert, will der Kanton Aargau dem Grossprojekt finanziell unter die Arme greifen.

Der Beitrag des Kantons Aargau setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Die Anschubfinanzierung beträgt 2 Millionen Franken.

Zudem will der Aargau eine Mietzinsausfallgarantie von 5 Millionen Franken ab 2018 für eine Laufzeit von maximal 30 Jahren sicherstellen.

Der Regierungsrat hält trotz Kritik verschiedener Parteien an der Höhe der Mietzinsausfallgarantie fest. Bei einer Kürzung bestünden erhebliche Risiken für den Erfolg des Parks. Die Garantie sei aus betriebswirtschaftlichen Gründen notwendig, hält der Regierungsrat fest

Der Grosse Rat soll einen Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoauwand von 8 Millionen Franken bewilligen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Botschaft hervorgeht. In dieser Summe enthalten sind auch die seit 2012 für das Vorhaben aufgelaufenen Vorleistungen von einer Million Franken.

Zudem will der Kanton Aargau Aktienkapital in Höhe von 330'000 Franken zeichnen. Dieser Betrag jedoch nicht Bestandteil des Verpflichtungskredits.

Breite Trägerschaft für Aargauer Projekt

Der PARK innovAARE soll direkt beim PSI in Villigen AG realisiert werden, der grössten interdisziplinären Forschungsstätte der Schweiz. Er ist ein gemeinsames Projekt von Wirtschaft, Forschung und Politik.

Hinter den Plänen stehen neben dem PSI und dem Kanton Aargau auch Grossunternehmen und die Fachhochschule Nordwestschweiz. Mit dem PARK InnovAARE habe der Kanton Aargau seine besten Kräfte und Kompetenzen aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft gebündelt, hält der Aargauer Regierungsrat fest.

Planung ist auf Kurs

Die Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz bestimmte Ende Juni die Netzwerkstandorte des Nationalen Innovationsparks. Das Aargauer Projekt PARK innovAARE wurde dabei als einer der zwei Netzwerkstandorten in die Startformation aufgenommen.

Der Bundesrat entschied im September, dass der nationale Innovationspark vorerst zwei Hub- und zwei Netzwerk-Standorte erhalten soll. Zwei Hub-Standorte sollen im Umfeld der Eidg. Technischen Hochschulen (ETH) in Zürich und Lausanne entstehen sollen.

Für die Netzwerk-Standorte des Innovationsparks wählte der Bundesrat die Projekte des Kantons Aargau und der Nordwestschweiz (Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura) aus. Über die Einzelheiten zum nationalen Innovationspark hat das Parlament zu befinden.