Kantonsvergleich
Aargau erhält 3,3 Millionen Franken weniger Finanzausgleich

Der Aargau soll 2015 netto 180 Millionen Franken Finanzausgleich erhalten, rund 3 Millionen weniger als 2014. Pro Einwohnerin und Einwohner gibt es 297 Franken. Der Aargau wird somit finanziell in Bern etwa gleich stark eingestuft wie im Vorjahr.

Mathias Küng
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Aargauer Regierungsgebäude: 180 Millionen Franken Finanzausgleich kommen rein.

Aargauer Regierungsgebäude: 180 Millionen Franken Finanzausgleich kommen rein.

AZ

Die Eidgenössische Finanzverwaltung hat die Ausgleichszahlungen der einzelnen Kantone für das Jahr 2015 ermittelt. Grösster Bezüger bleibt der Kanton Bern. Er erhält 1,23 Milliarden Franken. Umgekehrt zahlt Zürich in absoluten Zahlen mit 417 Millionen Franken am meisten ein.

Der Aargau als mittelstarker Bezüger soll netto 180 Millionen Franken erhalten. Das sind 297 Franken pro Person. Im Vorjahr waren es 308 Franken. Die Berechnungen der Eidgenössischen Finanzverwaltung gehen jetzt zur Stellungnahme an die Kantone. Die Finanzdirektorenkonferenz wird im September dazu Stellung nehmen. Danach wird der Bundesrat über die definitiven zahlen beschliessen.

Die Zahlen dürften mit grösserem Interesse als auch schon beachtet werden, weil die Zahlerkantone Schwyz und Zug das System massiv kritisieren. Beide müssen 2015 deutlich mehr Geld für den Finanzausgleich zur Verfügung stellen als im Jahr zuvor. Schwyz hatte unlängst gar vorgeschlagen, zur Entlastung der Geberkantone eine «neutrale Zone» für mittelstarke Bezügerkantone einzurichten. Diese Idee ist politisch inzwischen vom Tisch. Hätte sich Schwyz damit durchsetzen können, hätte der Aargau als mittelstarker Kanton künftig keinen Anspruch mehr auf Finanzausgleich, was für seine Finanzen dramatische Folgen gehabt hätte.

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