Aargau

Aargau erhält 40 Millionen teure Notrufzentrale – ohne Kunst am Bau

Notrufzentrale

Notrufzentrale

Der Grosse Rat folgte in der Debatte über die kantonale Notrufzentrale in Aarau in allen Belangen der Kantonsregierung und verzichtete aus Spargründen auch darauf, 140000 Franken für Kunst am Bau bereit zu stellen.

Der Grosse Rat hat für den Bau einer kantonalen Notrufzentrale, wie von der Regierung beantragt, mit überwältigendem Mehr 38,7 Millionen Franken beschlossen. Hansjörg Wittwer (Grüne/Aarau), warf sich in der Debatte für Kunst am Bau in der neuen Notrufzentrale in die Bresche.

Diese sei vielfach das Salz in der Suppe der Architektinnen, argumentierte Wittwer. Dafür wollte er, wie die Regierung ursprünglich selbst vorgesehen hatte, 140 000 Franken. Regierungsrat Urs Hofmann räumte ein, der Verzicht auf Kunst am Bau sei rein sparbedingt.

Es gebe hier ja keinen völlig neuen Baukörper. So sei ein einmaliger Verzicht vertretbar. Wittwer unterlag mit seinem Antrag mit 94 : 32 Stimmen. Damit verpuffte auch ein tags zuvor verbreiteter Aufruf des Berufsverbands Visuelle Kunst für Kunst am Bau.

Erfolglos kämpften Renata Siegrist (GLP/Zofingen) und Jürg Knuchel (SP/Aarau) für die Integration des Ärztenotrufs in die kantonale Notrufzentrale. Diese war schon in der regierungsrätlichen Botschaft dem Sparen zum Opfer gefallen.

Bau soll 2017 stehen

Die Notrufzentrale wird an das Polizeikommando in der Telli in Aarau angebaut. Darin werden drei bestehende Notrufzentralen zusammengelegt und gleichzeitig die Führungsinfrastruktur für die Kantonspolizei und den Kantonalen Führungsstab verbessert. Der Bau soll 2015 begonnen und 2017 fertiggestellt sein. (MKU)

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